Zum Start der Freibadsaison wird eine neue Kampagne zum Schutz von Frauen und Mädchen in allen Wiesbadener Badbetrieben von Mattiaqua eingeführt. Wie die Stadt Wiesbaden mitteilt, richtet sich die Aktion an Frauen und Mädchen, die sich in unangenehmen oder bedrohlichen Situationen befinden.
Wer sich unwohl oder belästigt fühlt, kann sich demnach künftig an das Personal wenden und fragen: „Ist Luisa hier?“. Diese Frage ist ein Code, mit dem Betroffene schnell und diskret Unterstützung erhalten. Ziel ist es, das bestehende Sicherheitskonzept zu erweitern und Schwimmbäder „als geschützte Orte für alle Besucherinnen zu stärken“, heißt es von Seiten der Stadt weiter. Die Idee für die Umsetzung in den Bädern entstand in Zusammenarbeit zwischen dem Betreiber Mattiaqua und dem Kommunalen Frauenreferat.
Konzept wird ausgeweitet
Die Kampagne wurde ursprünglich vom Frauennotruf Münster für die Gastronomie entwickelt und wird mittlerweile deutschlandweit in vielen Bereichen eingesetzt. In Wiesbaden gibt es das Hilfsangebot bereits in Bars, Clubs, Kiosken oder auf Festen. Das Kommunale Frauenreferat ist seit Sommer 2022 für die Umsetzung in der Stadt zuständig, koordiniert das Projekt und finanziert es zum größten Teil.
Alle teilnehmenden Betriebe müssen vorab eine Schulung absolvieren. Diese wurde vom Kommunalen Frauenreferat in Absprache mit der Fachberatungsstelle Wildwasser Wiesbaden e.V. entwickelt. Auch andere Betriebe, Vereine oder Restaurants können sich der Initiative anschließen und werden gebeten, sich bei Interesse beim Kommunalen Frauenreferat zu melden.
Mehr Infos zu der Kampagne findet ihr hier.