Deutlich erhöhte Feinstaubwerte in der Silvesternacht

Grenzwerte weit überschritten

Deutlich erhöhte Feinstaubwerte in der Silvesternacht

Das alljährliche Abbrennen von Silvesterfeuerwerk hat laut des Umweltbundesamts in diesem Jahr erneut für deutlich erhöhte Feinstaubwerte in deutschen Städten gesorgt. Auch die Wiesbadener Luftmessstationen zeigten in der Silvesternacht deutlich erhöhte Werte.

So zeigte die Messstation an der Ringkirche am 1. Januar kurz nach 0 Uhr Werte von bis zu 700 Mikrogramm Feinstaub der Partikelgröße PM 10 pro Kubikmeter an. Erst gegen 3 Uhr nachts normalisierten sich die Werte hin zu etwa 50 Mikrogramm pro Kubikmeter. Der zulässige Durchschnittswert ist für Wiesbaden auf 40 Mikrogramm pro Kubikmeter festgelegt.

Ähnlich hohe Werte erreichte die Messstation an der Schiersteiner Straße, wo bis zu 686 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter gemessen werden konnten. Etwas geringer fielen die Werte an der Messstation Wiesbaden-Süd in der Nähe des Schiersteiner Kreuzes aus, aber auch hier wurde mit über 200 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter der Grenzwert deutlich überschritten.

Laut des Umweltbundesamts gefährdet das Einatmen von Feinstaub die menschliche Gesundheit. Die Wirkungen reichen von vorübergehenden Beeinträchtigungen der Atemwege über einen erhöhten Medikamentenbedarf bei Asthmatikern bis zu Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislauf-Problemen. Wie schnell die Feinstaubbelastung nach dem Feuerwerk wieder abklinge, hänge laut des Amts vom Wetter ab. Während der Feinstaub bei stärkeren Windverhältnissen schnell verschwinden würde, könne bei geringerem Wind die Belastung länger bestehen. (ms)

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