So geht es mit der geplanten Umwelt- und Busspur auf dem 1. Ring weiter

Der Bau einer durchgehenden Umwelt- und Busspur auf dem Kaiser-Friedrich-Ring ist eine Maßnahme innerhalb des Wiesbadener Luftreinhalteplans. Ein Teil ist schon jetzt fertig, doch seit einiger Zeit stehen die Bauarbeiten still.

So geht es mit der geplanten Umwelt- und Busspur auf dem 1. Ring weiter

Wiesbaden war in den vergangenen Monaten vor allem mit einer Sache beschäftigt: Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen, die die Luftqualität besser machen und ein Dieselfahrverbot abwenden sollen. Letzteres ist tatsächlich gelungen: In der hessischen Landeshauptstadt wird es keine Fahrverbote geben, weil der Wiesbadener Luftreinhalteplan so vielversprechend sei, wie die Klägerseite vor dem Verwaltungsgericht damals erklärte. Ein Teil des Plans war unter anderem auch, eine durchgehende Umwelt- und Busspur auf dem Kaiser-Friedrich-Ring zu errichten.

Zwischen Sedanplatz und Berliner Straße

Und zwar eine durchgehende Bus- und Umweltspur zwischen Sedanplatz und Berliner Straße. Ein erster Teil ist schon jetzt umgebaut, inzwischen fahren viele Radfahrer über die breite Spur. Doch seit einiger Zeit tut sich nun scheinbar nichts mehr. Merkurist-Leser Tobias fragt deshalb in einem Snip, wann die Umwelt- und Busspur weiter ausgebaut wird.

Aktuell gebe es, wie ein Sprecher des Verkehrsdezernates auf Anfrage von Merkurist erklärt, in Fahrtrichtung Sedanplatz eine Busspur zwischen Schiersteiner Straße und Jahnstraße. In Fahrtrichtung Berliner Straße gebe es eine Fahrspur für den Bus- und Radverkehr vom Sedanplatz bis hin zur Busschleuse vor der Dotzheimer Straße sowie eine Busspur vom Liliencarré bis zur Fußgängerampel am Hauptbahnhof.

Verkehr auf den 2. Ring verlagern

„Zunächst muss die Leistungsfähigkeit des 2. Rings erhöht werden, sodass sich der Verkehr vom 1. auf den 2. Ring verlagern kann.“ - Sprecher Verkehrsdezernat

Damit die Bauarbeiten nun aber weiter voranschreiten können, muss zunächst die Leistungsfähigkeit des 2. Rings erhöht werden, sodass sich der Pendler- und Durchgangsverkehr vom 1. auf den 2. Ring verlagern kann, wie der Sprecher des Verkehrsdezernates erklärt. „Dazu werden die Ampelanlagen so geschaltet, dass der Verkehr auf dem 2. Ring besser fließen kann.“ Durch die Entlastung des 1. Rings sei es dann wiederum möglich, dass der vorhandene Verkehrsraum neu aufgeteilt und eine durchgehende Umweltspur für Bus und Rad eingerichtet werden könne.

Die Planungen zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit des 2. Rings laufen derzeit auf Hochtouren, die Planungen für den Umwelt- und Busspurabschnitt zwischen Ringkirche und Schiersteiner Straße auf dem 1. Ring seien fertig und würden im nächsten Schritt in die Gremien gegeben, so der Sprecher des Verkehrsdezernates.

Die Chancen stehen also gut, dass es bald weitergeht. Leserin Carolin hat schon jetzt beobachtet, dass seit Einführung der Umweltspur ständig Radfahrer zwischen Sedanplatz und Goebenstraße unterwegs seien. „Das ist echt klasse jetzt“, sagt sie. Und auch sonst ist die Resonanz auf den bereits bestehenden Abschnitt der Umweltspur positiv. „Von vielen Radfahrern haben wir die Rückmeldung erhalten, dass sie sich durch die besonders große Breite der Fahrspur deutlich sicherer fühlen als auf einem Radschutzstreifen“, sagt der Sprecher des Verkehrsdezernates. „Dass der Radverkehr damit attraktiver gemacht und der Busverkehr beschleunigt wird, trägt zur Verbesserung der Wiesbadener Luftqualität bei.“ (js)

Logo