Wie sich Wiesbadener Lokale auf die Wiedereröffnung vorbereiten

Ab Freitag dürfen in Hessen Restaurants und Bars wieder Gäste empfangen. Dabei gelten strenge Hygiene-Regeln, die die Wirte vor einige Herausforderungen stellen.

Wie sich Wiesbadener Lokale auf die Wiedereröffnung vorbereiten

Fast zwei Monate ist es her, dass Restaurants, Bars und Cafés wegen der Corona-Pandemie schließen mussten. Da die Zahl der Ansteckungen jedoch in den vergangenen Wochen deutlich zurückgegangen war, entschied die hessische Landesregierung, ab Freitag, den 15. Mai, gastronomische Betriebe wieder vollständig zu öffnen. Doch diese Besuche werden nicht wie früher aussehen, sondern können nur unter strengen Auflagen stattfinden.

Strenge Regeln

Spontane Besuche in einem Restaurant sind eher schwer möglich, da viele Restaurants eine vorherige Reservierung anfordern. Wie der Hotel und Gaststättenverband Hessen (Dehoga) in einer Handlungsempfehlung für Gastwirte erklärt, soll dadurch die Kapazitätsgrenze in den Lokalen unter Kontrolle gehalten werden. Ähnlich wie der Einzelhandel, der nur einen Kunden pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche ins Geschäft lassen darf, dürfen Gastronomen künftig eine Person pro fünf Quadratmeter Restaurantfläche einlassen. Viele Wiesbadener Restaurants weisen ihre Gäste auf die neuen Bestimmungen auf ihren Internetseiten hin.

So bittet etwa das Restaurant „Mathilda“ am Luisenplatz die Gäste darum, zum Lokal mit einem Mundschutz zu erscheinen. Zudem müssen Gäste am Eingang warten, um vom Personal an ihren Platz gebracht zu werden. Erst dann darf die Schutzmaske abgenommen werden. Manche Restaurants, wie etwa das „Mauritius“ in der Schwalbacher Straße, stellen noch zusätzlich Desinfektionsmittel am Eingang bereit. Zudem müssen alle Restaurants die Namen und Daten ihrer Besucher schriftlich festhalten. Dadurch sollen mögliche Infektionen von Mitarbeitern oder Gästen zurückverfolgt werden können.

Auch Bars öffnen

Nicht nur Restaurants, auch Bars dürfen ab diesen Freitag ihre Türen wieder öffnen. Auch hier gelten die selben strengen Richtlinien, etwa was die maximale Kapazität von Gästen angeht. Daher setzt etwa die Shishabar „Cream Café Bar Lounge“ in der Wörthstraße auch auf Reservierungen. Um möglichst vielen Gästen einen Barbesuch zu ermöglichen, begrenzt die Bar den Besuch auf maximal zwei Stunden, wobei die Zeitmessung beginnt, sobald die Gäste ihre Wasserpfeifen erhalten haben. Auch hier will das Café versuchen, die Hygienemaßnahmen einzuhalten — jeder Gast muss seine eigene Shisha bestellen, diese zu teilen ist nicht erlaubt.

Und auch der Besuch des Irish Pubs am Michelsberg wird nach der Wiedereröffnung am Samstag anders verlaufen als gewohnt. So wird es in der Bar vorerst keine Live-Musik geben und der Verkauf von Getränken direkt an der Theke ist auch nicht möglich. „Für unser Team wird diese Situation genauso ungewohnt sein wie für euch“, beschreibt die Bar die Situation auf ihrer Facebook-Seite. Weiter heißt es: „Wir versprechen euch aber, dass wir alles dafür tun werden das typische Flair des Irish Pub beizubehalten!“ (rk)

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