Neue Corona-Regelungen in Alten- und Pflegeheimen

Ab Dienstag, 29. September

Neue Corona-Regelungen in Alten- und Pflegeheimen

Die allgemeinen Corona-Beschränkungen für Besuche in hessischen Alten- und Pflegeheimen gelten nicht mehr. Besucher müssen sich jetzt an die jeweiligen Schutzkonzepte und Hygienepläne der Einrichtungen halten. Bislang durften Bewohner von Alten- und Pflegeheimen innerhalb einer Woche nur dreimal einen Besucher empfangen. In Einrichtungen für Menschen mit Behinderung durfte täglich ein Mensch zu Besuch kommen.

Die Einrichtungen müssen ab dem heutigen Dienstag, 29. September, die Besuche an die jeweiligen Gegebenheiten vor Ort anpassen. Dazu musste jede Einrichtung ein eigenes Konzept erstellen und der Betreuungs- und Pflegeaufsicht in den Hessischen Ämtern für Versorgung und Soziales vorlegen. Die Einrichtungen können jetzt unter anderem Besuchszeiten einrichten und müssen die Besuchsdaten - also Name, Anschrift, Telefonnummer und Besuchszeit - erfassen. Wie das Land mitteilt, ist bei Besuchen zwar grundsätzlich ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen und ein Mindestabstand von 1,50 m einzuhalten, es gibt aber Ausnahmen.

Neue Regeln in verschiedenen Bereichen

So muss man bei Besuchen in Besuchsbereichen nicht unbedingt eine Maske tragen, wenn es der Raum zulässt. Also beispielsweise, wenn es Schutzfenster, oder besonders große Tische gibt. In Bewohnerzimmern muss nicht immer der Mindestabstand eingehalten werden - man darf sich also berühren - wenn Bewohner und Besucher vorher und nachher die Hände gründlich desinfizieren. In diesem Fall ist aber weiterhin ein Mund-Nasen-Schutz erforderlich. In Doppelzimmern sind Besuche nur einzeln möglich. Bewohner können dann beispielsweise zeitversetzt Besuche empfangen.

Immer in ein Alten- oder Pflegeheim kommen dürfen Seelsorger, rechtliche Betreuer, Eltern, wenn es sich um ein minderjähriges Kind handelt, Anwälte, Notare und externe Mitglieder des Einrichtungsbeirats. Auch Besuche aus beruflichen und therapeutischen Gründen, sowie zur Palliativversorgung und zur Begleitung im Sterbeprozess müssen die Einrichtungen zulassen.

Ein generelles Besuchsverbot gilt nur noch in einigen Fällen. So zum Beispiel, wenn es einen Coronafall gibt oder andere meldepflichtige Infektionsgeschehen in der Einrichtung vorkommen. Auch gilt ein Verbot für Personen, die selbst oder Angehörige des gleichen Hausstandes Krankheitssymptomen für COVID-19 aufweisen. Auch wer sich wegen eines Verdachtsfalls in Quarantäne befindet, darf nicht in eine Alten- oder Pflegeeinrichtung.

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(mo)

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