Bundesministerin auf wichtiger Mission in Wiesbaden

Bundesbildungsministerin Prien hat sich in Wiesbaden mit Kultusminister Schwarz getroffen. Dabei lobte sie Hessen als Vorbild im Kampf gegen Schulabbrüche.

Bundesministerin auf wichtiger Mission in Wiesbaden

Hessens Kultusminister Armin Schwarz und Bundesbildungsministerin Karin Prien haben sich am Mittwoch in Wiesbaden über aktuelle bildungspolitische Themen ausgetauscht. Das teilt das hessische Kultusministerium mit. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die frühe Deutschförderung und die Schulabbrecherquote.

„Hessen geht mit sehr gutem Beispiel voran“

Bundesministerin Prien hatte zuvor die Halbierung der Quote für ganz Deutschland gefordert. Hessen gilt hier als Vorbild: Laut aktuellster Erhebung ist es das Flächenland mit den wenigsten Schulabbrechern, obwohl es den höchsten Anteil an Schülern mit Migrationshintergrund hat.

Dieser Erfolg wird auf Programme wie die verpflichtenden schulischen Vorlaufkurse – Sprachkurse für Kinder ein Jahr vor der Einschulung – und die generelle Ausweitung der Deutschförderung zurückgeführt. Bundesbildungsministerin Prien lobte den hessischen Weg: „Bildung ist der Schlüssel zu fast allen Herausforderungen, vor die uns die Zeit stellt – insbesondere der chancengerechte Zugang zu Bildung. Da geht Hessen mit sehr gutem Beispiel voran.“ Es sei eine „Schicksalsfrage für unser Land“, die Mittel für die frühe Bildung für mehr Qualität einzusetzen.

Wertebildung und Deutschförderung

Ein weiteres Thema war die Stärkung der Werte- und Demokratiebildung an allen hessischen Schulen. Vor dem Hintergrund des Anschlags auf den Christopher-Street-Day in Berlin hatte Prien verstärkte Investitionen in Deradikalisierungs-Projekte angekündigt. Schwarz berichtete von positiven Erfahrungen in Hessen, wo seit dem Schuljahr 2024/2025 zwei verpflichtende Unterrichtsstunden wöchentlich in Deutsch-Intensivklassen für geflüchtete oder zugewanderte Kinder und Jugendliche eingeführt wurden.