Großalarm: 15 verletzte Kinder in Schule bei Idstein

Ein Kind sogar schwer verletzt

Großalarm: 15 verletzte Kinder in Schule bei Idstein

15 Kinder sind am Donnerstag in der Idsteiner Limesschule verletzt worden, weil offenbar ein noch unbekannter Stoff im Schulgebäude versprüht worden ist. Laut Feuerwehr wurde ein Kind dabei sogar schwer verletzt.

Gegen 12 Uhr wurde der Rettungsdienst an die Limesschule in Idstein gerufen. Mehrere Kinder klagten dort über Augen- und Atemwegsreizungen. Da die Anzahl der Kinder mit diesen Symptomen stetig zunahm, wurde ein Großalarm für Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst. Rettungskräfte aus umliegenden Landkreisen rückten an, auch zwei Rettungshubschrauber landeten an der Einsatzstelle, mussten jedoch keine Verletzten transportieren.

Die Feuerwehr unterstützte den Rettungsdienst, belüftete das Gebäude und überprüfte den betroffenen Teil mit Messgeräten. Außerdem wurden Proben im betroffenen Bereich sichergestellt und zur Untersuchung der Polizei übergeben. Eine Ursache oder weitere Gefahr konnte vor Ort nicht mehr festgestellt werden. 75 Schülerinnen und Schüler aus dem betroffenen Gebäudeteil wurden vom leitenden Notarzt untersucht. 14 Kinder wurden als leicht verletzt, ein Kind als schwer verletzt eingestuft. Alle Verletzten mussten in verschiedene Krankenhäuser transportiert werden.

Der Schulbetrieb wurde nach dem Ereignis beendet. Schulleitung, Polizei und Notfallseelsorger kümmerten sich um besorgte Eltern, die zur Schule kamen. Dadurch kam es zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen und zur Sperrung der L3026. Die Schulleitung hat ihr Krisenteam einberufen und wird am Freitag den Schulbetrieb wieder aufnehmen. Auch Idsteins Bürgermeister Christian Herfurth (CDU) sowie der Landrat Frank Kilian (Parteilos) machten sich vor Ort ein Bild von der Lage.

Vor Ort waren rund 120 Einsatzkräfte aller Hilfsorganisationen. Eltern können sich bei Fragen an die Limesschule unter der Nummer 06126 229618 wenden.

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