Wie es mit dem zerfallenen Haus an der Geisbergstraße weiter geht

Seit 1995 steht das Haus an der Geisbergstraße 18 leer. Versuche, das Haus zu sanieren, scheiterten in der Vergangenheit. Ein neuer Besitzer hat jetzt wieder Pläne für das Grundstück.

Wie es mit dem zerfallenen Haus an der Geisbergstraße weiter geht

Prachtvolle Häuser aus der Gründerzeit in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt: Das Wohngebiet nordöstlich von der Taunusstraße gehört zu den Schönsten von ganz Wiesbaden. In der Geisbergstraße wird dieses Bild aber gebrochen: An der Ecke zur Kappellenstraße steht ein Haus seit über 20 Jahren leer.

Zudem befindet sich das Haus an der Nummer 18 in einem desolaten Zustand. Hinter den blauen Planen, die versuchen, das Gebäude zu verhüllen, sieht man zerschlagene Fenster, Graffiti sowie zahlreiche Tauben, die sich im Inneren ausgebreitet haben. Neben dem Verdecken des Verfalls hatten die Planen auch einen praktischen Grund: Weil das über 180 Jahre alte Gebäude so stark verfallen war, sollen die Planen Passanten vor herabfallenden Gebäudeteilen schützen.

Neben dem Zerfall hat das Haus in den vergangenen Jahren auch mehrere Besitzerwechsel hinter sich. Diese hatten mehrfach versucht, das Haus zu sanieren, scheiterten aber wiederholt an den Auflagen des Denkmalschutzes. Denn in dem Haus befinden sich 15, sehr klein geschnittene Wohnungen. Diese zu ändern ist nach den Auflagen des Denkmalschutzes schwierig. Zuletzt hatte der Königsberger Architekt Karl-Heinz Eufinger 2017 versucht, das Haus zu sanieren, doch die Pläne verliefen im Sande.

Haus wird abgerissen

Jetzt hat das Haus mit dem Aschaffenburger Immobilienunternehmen UBZ einen neuen Besitzer. Dieser will das Haus nun nicht mehr sanieren, sondern vollständig abreißen: „Es liegt eine Abrissgenehmigung der Stadt Wiesbaden vor. Ab Anfang Oktober wird abgerissen, so Bernhard Zwiesler, Geschäftsführer von UBZ. Vorbereitungen dafür sind an der Straßenecke schon sichtbar: Insgesamt drei temporäre Fußgängerampeln regeln den Verkehr an der engen Baustelle. Auch sind mehrere Parkplätze rundherum schon seit Juli gesperrt.

Bisher liefen an dem Haus Vorbereitungsarbeiten, so Zwiesler. Es wurde komplett geräumt und entkernt. Als Ersatz will UBZ dort ein neues Wohnhaus für vier Familien errichten: „Die drei bis vier-Zimmer-Wohnungen werden zwischen 120 und 150 Quadratmeter groß sein, barrierefrei, altersgerecht und hochwertig ausgestattet.“ Dazu gehöre etwa ein Aufzug, eine Tiefgarage und moderne Heiztechnik. Wann der Bau beginnt, hänge jetzt von der Stadt Wiesbaden ab, so Zwiesler. (ts)

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