Walhalla: Was passiert nun mit der Wiesbadener Immobilie?

Die Stadt will neue Lösungen finden, wie die Walhalla-Immobilie künftig genutzt werden kann. Die Zeit drängt, denn Oberbürgermeister Mende will im nächsten Jahr mit der Sanierung des leerstehenden Gebäudes beginnen.

Walhalla: Was passiert nun mit der Wiesbadener Immobilie?

Seit nunmehr sechs Jahren stehen die Räume des ehemaligen „Specialitätentheaters“ mitten in der Wiesbadener Innenstadt schon leer. Der Kulturbeirat diskutiert immer wieder über die Zukunft der Walhalla-Immobilie – bislang jedoch ohne konkrete Ergebnisse.

So gab es erst am Dienstag eine erneute Sitzung, bei der die Immobilie als prominentes Thema auf der Agenda stand. Auch bei einem Workshop einige Tage zuvor hatte ein Teil der Beiratsmitglieder über sämtliche Fragen zum Walhalla-Prozess und dessen zukünftige Nutzung diskutiert, teilt die Stadt Wiesbaden mit. Diese Themen sollen nun in einer Arbeitsgruppe fortgeführt werden. Vor einigen Monaten hatte der für die Immobilie verantwortliche Wiesbadener Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) einen Baubeginn im Jahr 2024 als Ziel gesetzt.

ESWE Verkehr will Sponsoring einstellen

„Die Vorzeichen zur Nutzung der Walhalla haben sich in den letzten Jahren immer wieder verändert“, so Dorothée Rhiemeier, stellvertretende Vorsitzende des Beirats. Corona, Energiekrise und Inflation hätten ihren Teil dazu beigetragen, dass die Nutzungspläne kontinuierlich angepasst werden mussten. „Es besteht Einigkeit im Gremium, dass wir den Prozess zur Wiederbelebung dieser einzigartigen und für die Belebung der Innenstadt bedeutsamen Immobilie weiterhin kritisch begleiten“, so Rhiemeier.

Ob nun das Wiesbadener Verkehrsunternehmen ESWE Verkehr, wie angekündigt, das Sponsoring einstellen wird, bleibt ebenso unklar. Rhiemeier fordert von ESWE Verkehr, neue Lösungen zu finden beziehungsweise das Sponsoring wieder aufzunehmen. ESWE Verkehr habe beihilferechtliche Bedenken, das lokale Sponsoring für Sportvereine, soziale Vereine und Kultur weiterzuführen. Es sei nun Eile geboten, das für die lokale Kultur immens wichtige Sponsoring rechtssicher wieder aufzunehmen, so Rhiemeier.

Hintergrund

Viele Jahre lang wurden im „Walhalla“-Gebäude Theater und Varieté gespielt, auch Disko und Kino waren hier angesiedelt. Kulturbeirat und Kulturausschuss diskutieren nun schon seit Jahren über dessen Nutzung. Erst dann könne entsprechend saniert werden. In Frage komme nur eine kulturelle Nutzung. Ein eigentlich für 2021 geplantes „Interessenbekundungsverfahren“ wurde gestoppt.

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