Immer wieder Ärger um Autoposer in Biebrich

Immer wieder hören Anwohner in Biebrich, wie Motoren laut aufheulen. Die Polizei kennt das Problem der „Autoposer“ im Stadtteil und geht regelmäßig gegen sie vor.

Immer wieder Ärger um Autoposer in Biebrich

Über die Biebricher Allee und die Äppelallee zum Rheinufer die Rheingaustraße entlang — regelmäßig verwandelt sich diese Verbindung in eine Strecke für illegale Autorennen. Andere Autoliebhaber, die sich zwar an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten, präsentieren ihre Wagen immer wieder akustisch, durch lautes Aufheulen des Motors.

Vor allem zu den Abendstunden, wenn der Verkehr rund um das Gewerbegebiet in Biebrich ruhig wird, schallen die lauten Autogeräusche oft bis in den Ortskern. Auch Merkurist-Leser Hannes kennt das Phänomen der „Autoposer“ im Stadtteil und hält so manch ein Fahrverhalten für gefährlich. In einem Snip hat er gefragt, welche Maßnahmen die Polizei dagegen unternimmt.

Zahlreiche Kontrollen

„Der Polizeidirektion Wiesbaden sind die Beschwerden und die Problematik bekannt.“ - Sprecher der Polizei

„Der Polizeidirektion Wiesbaden sind die Beschwerden und die Problematik bekannt und es werden aktiv polizeiliche Maßnahmen dagegen ergriffen“, bestätigt ein Sprecher der Polizei auf Anfrage von Merkurist. Seit Anfang 2019, so erklärt er weiter, gebe es sogar eine Stelle beim Regionalen Verkehrsdienst (RVD) Wiesbaden, die sich speziell mit der Problematik — unter anderem im Stadtteil Biebrich — beschäftigt, Gegenmaßnahmen plant und koordiniert.

„In der Vergangenheit wurden in der Rheingaustraße speziell auf „Poser“ ausgelegte Kontrollmaßnahmen, Geschwindigkeitsmessungen und stationäre Verkehrskontrollen durchgeführt“, nennt der Sprecher ein konkretes Beispiel. Dabei haben das 5. Polizeirevier mit Sitz in der Biebricher Rathausstraße und die kommunale Verkehrspolizei auch gemeinsame Kontrollen durchgeführt, bei denen sie zum Teil tagsüber, zum Teil in den Nachtstunden gezielt nach Autoposern Ausschau hielten.

„Dabei wurden Geschwindigkeitsverstöße geahndet und Strafanzeigen wegen illegalen KfZ-Rennen gefertigt“, erzählt der Sprecher von den Erfolgen der Kontrollen. Außerdem sollen bereits mehrere Ordnungswidrigkeiten zur Anzeige gebracht worden sein, weil Fahrer ohne gültige Betriebserlaubnis für ihr Auto unterwegs waren. In den meisten Fällen soll es sich dabei um Manipulationen an Abgasanlagen gehandelt haben. Die Autos wurden zum Teil abgeschleppt und dann einem Gutachter vorgeführt.

Weitere Maßnahmen folgen

„Durch stetige Kontrolltätigkeiten wird die Gefährdung unbeteiligter Verkehrsteilnehmer reduziert.“ - Sprecher der Polizei

Von den Anwohnern habe die Polizei dafür bereits viel positives Feedback bekommen. Neben der Lärmbelästigung gehe es den Polizisten aber auch um die Verkehrssicherheit. „Durch stetige Kontrolltätigkeiten wird die Gefährdung unbeteiligter Verkehrsteilnehmer reduziert, die Unfallzahlen gesenkt und den Beschwerden der Bürger entgegengewirkt“, so der Sprecher.

Dass es zwischen Biebricher Allee und Rheingaustraße aber noch immer viele Autoposer gibt, sei den Beamten bekannt. Weil bereits Beschwerden vorliegen, wolle die Polizei dort auch weiterhin tätig werden und die Hinweise beim Planen von weiteren Einsätzen berücksichtigen. (ms)

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