„Biokaiser*in“: Bäckerei eröffnet Gender-Filiale in Wiesbaden

Die Kasteler Bäckereikette „Biokaiser“ eröffnet im Spätsommer eine neue Filiale in Wiesbaden. Doch die Bäckerei trägt den gegenderten Namen „Biokaiser*in“. Was ist die Idee dahinter?

„Biokaiser*in“: Bäckerei eröffnet Gender-Filiale in Wiesbaden

So eine Bäckerei dürfte es in Wiesbaden bisher noch nicht geben: In der Langgasse 39 soll im September eine Filiale der Kette Biokaiser aus Mainz-Kastel eröffnen – eine Gender-Filiale. Denn anders als die bestehenden Biokaiser-Filialen trägt der neueste Laden den gegenderten Namen „Biokaiser*in“.

„Diese Filiale wird von jungen biokaiser-Mitarbeiter*innen geplant und gestaltet. Uns ist die Gleichstellung aller und das Sehen von Minderheiten ein Anliegen“, erklärt Unternehmenssprecherin Shari Fischer dazu gegenüber Merkurist.

Bisher habe man „vor allem begeisterte Rückmeldungen“ erhalten, sagt Fischer. „Es gab natürlich auch einige, die mit Gendern noch nicht so vertraut sind und zunächst angenommen haben, dass es sich um die weibliche Form handelt.“ Wenn Biokaiser-Mitarbeiter dann jedoch erklären würden, dass durch das Gendern alle eingeschlossen werden sollen, sei das Feedback jedoch nicht negativ. „Wie zu erwarten, waren sich einige noch nicht ganz sicher – aber das macht ja nichts – wir freuen uns, einen Ort zu schaffen, an dem Austausch und Gemeinschaft möglich sind.“

Eröffnung im Spätsommer geplant

Nun sei man bei Biokaiser gespannt, wie der neue Laden bei den Kunden ankommt. „Grundsätzlich können wir uns gut vorstellen, die Idee auch an anderen Orten lebendig werden zu lassen. Die bestehenden Läden haben weiterhin ihre Daseinsberechtigung und werden nach und nach mit Künstler*innen umgestaltet aber nicht zu biokaiser*in verändert“, so Sprecherin Fischer.

Eröffnen soll die neue „Biokaiser*in“-Filiale dann voraussichtlich im September. „Die aktuelle Situation bezüglich der Baustoffengpässe betrifft aber auch uns, so dass wir leider noch keinen Termin garantieren können“, erklärt Fischer. Bei der Einrichtung wolle Biokaiser dann auf „innovative ökologische Lösungen“ setzen. „Unser Boden wird Nussschalen und die Theke Reste aus der Textilindustrie enthalten“, so Fischer. Tische und Stühle würden gebraucht gekauft.

Logo