Corona-Maßnahmen in Hessen: Diese Regeln gelten am Montag

Bis Ende Oktober gelten in Hessen neue Verordnungen zur Maskenpflicht und Veranstaltungen. Auch über den Schulstart am Montag und mögliche Weihnachtsmärkte im Advent hat das Corona-Kabinett schon entschieden.

Corona-Maßnahmen in Hessen: Diese Regeln gelten am Montag

Weil die aktuellen Verordnungen zu Maßnahmen während der Corona-Pandemie am Sonntag, 16. August, auslaufen, hat das Corona-Kabinett erneut getagt. Am Donnerstag stellten Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU), Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne), Kultusminsiter Alexander Lorz (CDU) und Sozialstaatssekretärin Anne Janz (Grüne) die neuen Regelungen vor, die bis zum 31. Oktober in Hessen gelten.

Maskenpflicht

Die Pflicht, Mund und Nase in Geschäften und in öffentlichen Verkehrsmitteln mit einer medizinischen Maske, einer Alltagsmaske, einem Tuch oder einem Schal zu bedecken, gilt weiterhin in ganz Hessen. Im öffentlichen Nahverkehr, der laut Al-Wazir inzwischen wieder wesentlich stärker besetzt ist, wird in Zukunft noch strenger darauf geachtet, dass sich alle Fahrgäste an die Verordnung halten. So droht bei jedem Verstoß nun ein Bußgeld in Höhe von 50 Euro — ohne vorherige Verwarnung. Nötig sei diese Maßnahme vor allem deshalb, weil sowohl in Bussen und Bahnen, als auch beim Ein-, Aus-, und Umsteigen nicht immer der Abstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.

Veranstaltungen

Wer eine Veranstaltung mit bis zu 250 Teilnehmern plant, muss weiterhin ein Hygienekonzept erstellen. Eine zusätzliche Genehmigung durch das Gesundheitsamt ist auch weiterhin erst ab einer Teilnehmerzahl von mehr als 250 Personen notwendig. Die Kontaktdaten der Besucher müssen wie bisher für eine mögliche Kontaktnachverfolgung festgehalten werden.

Märkte und Feste

Besonders mit Blick auf Weihnachtsmärkte hat das Corona-Kabinett noch einmal ausführlich über die Austragung von Märkten und Festen gesprochen. Ministerpräsident Bouffier gab den Veranstaltern, die bereits jetzt die Planungen für den Advent starten, grünes Licht: „Ja, es soll Weihnachtsmärkte geben“, fasst er die Entscheidung zusammen. Dabei sollen sie rechtlich wie Wochen- oder Flohmärkte behandelt werden. Eine Hygienekonzept ist demnach notwendig. Zudem müssen Gastronomiestände, etwa mit Essen oder Glühweinausschank, von anderen Ständen auf dem Marktgelände räumlich getrennt werden. Karussells für Kinder dürfen auf dem Weihnachtsmärkten aufgestellt werden.

Schulen und Kitas

Wenn am Montag in Hessen das neue Schuljahr startet, gilt auf den Schulgeländen eine Maskenpflicht für Lehrer und Schüler. Im Klassenzimmer können die Masken während des Unterrichts abgenommen werden (wir berichteten). Lehrer und Erzieher, die zum Beispiel aus pädagogischen Gründen den Abstand zu Kindern nicht immer einhalten können, haben das Recht sich kostenlos auf das Virus testen zu lassen. Wie Sozialstaatssekretärin Anne Janz (Grüne) mitteilt, ist das bis zum 8. Oktober alle 14 Tage möglich. Die Kosten übernimmt das Land.

Kinder, die einen Schnupfen haben, können nicht von Schulen oder Kitas abgewiesen werden. Für Fälle, in denen akute Krankheitssymptome wie Fieber oder trockenen Husten vorliegen, wird ein Arztbesuch nötig. Genaue Handlungsempfehlungen zum Umgang mit kranken Schülern oder für den Fall, dass ein Kind positiv auf das Virus getestet wird, gehen an die betroffenen Stellen wie etwa an Schulen und Träger von Kitas raus. Um Eltern zu unterstützen, hat das Kultusministerium für die ersten beiden Schulwochen Info-Telefone an den Schulämtern geschaltet. Das Staatliche Schulamt für den Rheingau-Taunus-Kreis und die Landeshauptstadt Wiesbaden ist von Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr unter 0611/8803491 erreichbar.

Ausgehen

In Restaurants und Gaststätten dürfen ab dem 15. August wieder Salz- und Pfefferstreuer auf den Tischen stehen, die die Gäste selbst benutzen können. In Spielhallen und Casinos wird die Maskenpflicht für Besucher aufgehoben, für das Personal gilt sie weiterhin.

Zuschauer

Ob Sportveranstaltungen wie Fußballspiele im Freien und Hallensportarten wie Handball und Eishockey bald wieder mit Zuschauern stattfinden dürfen, ist derzeit noch nicht final geplant. Gleiches gilt für Kulturveranstaltungen wie Theater und Konzerte. Wie Bouffier mitteilt, wollen die Verantwortlichen Ende August noch einmal tagen und dann beschließen, unter welchen Voraussetzungen und in welchem Umfang Zuschauer wieder zugelassen werden. (df)

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