Landwirte mit 1000 Traktoren wollen auf Mainzer Straße demonstrieren

Veranstalter rechnet mit bis zu 2500 Teilnehmern

Landwirte mit 1000 Traktoren wollen auf Mainzer Straße demonstrieren

Die Mainzer Straße wird am Dienstag, den 10. Dezember, für voraussichtlich rund 8 Stunden voll gesperrt. Das gab die Stadt Wiesbaden bekannt. Dann findet dort eine Demonstration von „Land schafft Verbindung“ statt. Das Bündnis ist ein Zusammenschluss von Landwirten, die gegen das Agrarpaket und die Agrarpolitik der Bundesregierung mobil machen.

Laut Veranstalter werden am Dienstag zwischen 2000 und 2500 Teilnehmer erwartet. Wie auch in anderen deutschen Städten zuvor, reisen die Teilnehmer mit ihren Traktoren an. Etwa 1000 Traktoren könnten dann zur Sternfahrt über die Mainzer Straße rollen, die Stadt Wiesbaden rechnet mit erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Die Traktoren sammeln sich an der Mainzer Straße zwischen Ecke Gartenfeldstraße und dem 2. Ring. In die Stadt selbst kommen sie von fünf Sammelpunkten außerhalb der Stadt. Auch die Anfahrt der Fahrzeuge könnte den Stadtverkehr beeinträchtigen.

Über die Mainzer Straße geht es dann zum Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, das seinen Sitz in der Mainzer Straße 80 hat. Vor Ort wollen die Landwirte ihren Unmut kundtun, es sind Redebeiträge und Diskussionen zwischen Landwirten, Politikern und weiteren Teilnehmern geplant. Auch die hessische Umweltministerin Priska Hinz wird mit dabei sein. Beginn der Veranstaltung dort ist um 11 Uhr.

Die Mainzer Straße wird in beide Richtungen und über ihre komplette Länge voll gesperrt. Ab 8:30 Uhr und voraussichtlich bis 16 Uhr geht nichts mehr. Eine Spur für den Busverkehr stadteinwärts bis zur Gartenfeldstraße wird aber freigehalten.

Die Landwirte wollen Landwirtschaft zukunftsfähig erhalten und fordern von der Politik weniger Bürokratie. Außerdem bemängeln sie die — ihrer Meinung nach — „bewusste Negativdarstellung in Medien, Politik und NGOs“. Dadurch würden viele Verbraucher den Glauben an und den Bezug zu einer nachhaltigen Landwirtschaft verlieren. Kritisiert werden außerdem Außenhandelsabkommen, durch die Produkte aus der Landwirtschaft aus nicht kontrolliertem Anbau zu günstigen Preisen importiert werden könnten. (nl)

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