Bürgermeister appelliert an Vermieter, lokale Geschäfte zu unterstützen

Oliver Franz hofft auf Kulanz während der Krise

Bürgermeister appelliert an Vermieter, lokale Geschäfte zu unterstützen

Mit einem Appell richtet sich Wiesbadens Bürgermeister Oliver Franz (CDU) am Montag an private Gewerbe-Vermieter. Er hofft, dass sie sich während der Corona-Krise solidarisch mit der lokalen Wirtschaft zeigen und gewerbliche Mieter unterstützen.

„Setzen Sie ein Zeichen der Solidarität, stunden oder kürzen Sie die Mieten für die Zeit der Krise, und zeigen Sie sich kulant, was die Rückzahlung der gestundeten Mietleistung angeht“, so der Bürgermeister in einer Mitteilung. Denn auch in Wiesbaden müssen viele Unternehmen aufgrund der Beschränkungen durch die Corona-Krise ihre Arbeit einschränken, einstellen oder Kurzarbeit anmelden.

Die Stadt selbst unternehme im Rahmen ihrer Möglichkeiten bereits alles, um insbesondere Kleinstunternehmen und mittelständische Betriebe zu unterstützen. So hat sie bereits in der letzten Woche die Stundung der Gewerbesteuer und die angedachte Mietstundung in städtischen Liegenschaften für die gewerbliche Wirtschaft beschlossen (wir berichteten). Außerdem haben Bund und Länder Gelder in Milliardenhöhe freigemacht, um die Wirtschaft zu stützen (wir berichteten). Damit Wiesbaden seine Gastronomien, Einzelhändler und andere Betriebe nicht verliere, sei es aber auch wichtig, dass Gewerbe-Vermieter mithelfen.

Erst vergangenen Freitag hatten große Unternehmen wie Adidas, H&M und Deichmann in diesem Zusammenhang bundesweit für Aufsehen gesorgt. Sie hatten angekündigt, keine Mieten mehr zahlen zu wollen, weil sie ihre Läden derzeit nicht öffnen können. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht nannte das „unanständig und nicht akzeptabel.“ (js)

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