Unter der Leitung des Innenministeriums veranstaltet die Hessische Landesregierung aktuell eine „Resilienzwoche“. Wie das Ministerium mitteilt, soll damit für Krisenprävention und eine angemessene persönliche Vorsorge geworben werden.
Anlässlich der Aktion hat das Ministerium eine Kooperation mit dem Hessischen Handelsverband geschlossen. In 21 ausgewählten Rewe-Märkten in 17 Landkreisen wird ein beispielhafter Notvorrat für eine Person für zehn Tage ausgestellt. Dieser richtet sich nach den Empfehlungen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Kunden können dort kostenlos die BBK-Broschüre „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen" und einen „Notfallbeutel“ des Innenministeriums mitnehmen.
Um für die Aktion zu werben, besuchte Heimatschutzminister Roman Poseck nun ein Rewe-Markt in Frankfurt-Rödelheim und packte dort seinen eigenen Notfallbeutel. „Ein Staat ist nur so resilient wie seine Bürger“, erklärte der Minister. Die Vorsorge sei in guten Jahren aus dem Bewusstsein gerückt. „Wer Wasser, haltbare Lebensmittel und die wichtigsten Medikamente für einige Tage im Haus hat, bleibt im Ernstfall handlungsfähig und kann Übergangszeiten überbrücken. Das ist kein Alarmismus, sondern gelebte Eigenverantwortung.“
Was zum Notvorrat gehört
Als Gründe für die Aktion nennt das Ministerium die Auswirkungen des Klimawandels und den Krieg in Europa. Diese machten es notwendig, den Bevölkerungsschutz auszubauen. „Die Herausforderungen waren in den vergangenen 40 Jahren kaum größer“, so Poseck. Das staatliche Hilfeleistungssystem greife in Krisen, bei großflächigen Schadenslagen könnten die Rettungskräfte jedoch nicht überall gleichzeitig sein.
Deshalb sei es wichtig, dass Bürger sich selbst und anderen helfen können. „Wer vorsorgt, schützt sich selbst und trägt zur Stabilität der Gemeinschaft in Krisenzeiten bei“, so der Minister. In einen Notvorrat gehörten außer haltbaren Lebensmitteln und Wasser auch eine Taschenlampe, ein Verbandskasten, Hygieneartikel sowie Bargeld und wichtige Dokumente.