Dreharbeiten für neuen Wiesbaden-Tatort gestartet

Schauspieler Ulrich Tukur schlüpft in einer Doppelrolle in das Leben seines Doppelgängers. Dabei muss er als LKA-Ermittler Felix Murot den Mord an eben diesem aufklären.

Dreharbeiten für neuen Wiesbaden-Tatort gestartet

Es ist noch nicht lange her, da flimmerte mit „Murot und das Murmeltier“ der letzte „Tatort“ aus Wiesbaden über die Fernsehbildschirme (wir berichteten). Seit Dienstag sorgen die Macher aber schon wieder für neuen Stoff, denn seit dem 7. Mai laufen die Dreharbeiten für den nächsten Krimi. Dieser trägt den Arbeitstitel „Die Ferien des Monsieur Murot“.

Die schlechte Nachricht zuerst: Auch in Murots neuestem Fall wird Wiesbaden keine Rolle spielen. Der hessische LKA-Beamte, gespielt von Ulrich Tukur, wird für die Dreharbeiten in Frankfurt, Königstein und Umgebung unterwegs sein. Denn anders als in vielen anderen Folgen der Krimireihe, ist Ermittler Murot nicht nur in einer Stadt unterwegs, sondern reist als LKA-Ermittler durch Hessen.

„Die Ferien des Monsieur Murot“ werden aber wohl nicht der nächste Wiesbaden-“Tatort“ sein, der im TV zu sehen ist. Denn bereits im vergangenen August drehte der hessische Rundfunk (hr) unter dem Arbeitstitel „Der Angriff“ eine Episode der Reihe (wir berichteten). Einen Ausstrahlungstermin gibt es aber noch nicht. Für Nachschub ist dadurch aber immerhin gesorgt.

Worum es geht

Ermittler Felix Murot will in „Die Ferien des Monsieur Murot“ eigentlich bloß Urlaub machen. Mit einem Glas Wein lässt er es sich im Garten eines Restaurants gutgehen, als die Bedienung ihm plötzlich eine Haxe an den Tisch bringt — die er aber gar nicht bestellt hat. Auf der Suche nach dem eigentlichen Abnehmer des Gerichts trifft er auf Walter Boenfeld (ebenfalls gespielt von Ulrich Tukur), der Murot zum Verwechseln ähnlich sieht.

So kommen die beiden ins Gespräch und verbringen den Abend bei zu viel Wein miteinander und erzählen sich bei einem gemeinsamen Saunabesuch aus ihren Leben. Sogar ihre Klamotten tauschen die beiden am Ende des Abends. Doch der Morgen danach bringt für Murot in der Kleidung seines Doppelgängers nicht nur einen dicken Schädel, sondern auch eine schreckliche Nachricht mit sich: Walter Boenfeld wurde in der Nacht auf einer Landstraße totgefahren.

Pikant: Boenfeld hatte ihm nach einem Glas Wein zu viel offenbart, dass er fürchte, seine Frau wolle ihn umbringen. Hat sie ihren Plan tatsächlich in die Tat umgesetzt? Murot bleibt erst einmal in der Haut seines Doppelgängers und ermittelt undercover an seinem vermeintlich eigenen Tod. Dabei verliebt er sich auch mehr und mehr in den Gedanken, nie wieder in sein altes Leben zurückzukehren. (js)

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