Die ersten 200 Geflüchteten sind in Wiesbaden angekommen

Über eine Million Menschen sind auf der Flucht vor dem Krieg. Auch die Stadt Wiesbaden stellt Unterkünfte zur Verfügung. Wie es nun weitergehen soll.

Die ersten 200 Geflüchteten sind in Wiesbaden angekommen

Die Stadt Wiesbaden will helfen, Flüchtlinge aus der Ukraine eine – zumindest vorübergehende – Unterkunft zu bieten. Dazu stellt die Stadt nach eigenen Angaben verschiedene Gemeinschaftsunterkünfte in unterschiedlichen Größen zur Verfügung, auch geeignet etwa für Familien. 120 Menschen hätten sich zudem bisher bereit erklärt, privat eine Unterkunft zur Verfügung zu stellen. Das teilt die Stadt auf Merkurist-Anfrage mit.

Wie viele Menschen aus der Ukraine inzwischen in Wiesbaden leben, kann Sozialdezernent Christoph Manjura (SPD) zwar nicht sagen. Er schätzt die Zahl aber auf etwa 200. Denn es könne immer ein paar Tage dauern, bis sich die ankommenden Personen bei der Stadt melden. Und viele von ihnen seien (zunächst) privat untergebracht.

Neben einer Unterkunft bietet die Stadt Wiesbaden den Menschen auch an, materielle Hilfen zur Verfügung zu stellen, beim Ankommen in der Stadt zu unterstützen und zu begleiten. Der Sozialdienst Asyl und freie Träger geben erste Orientierungshilfen, beraten auch bei der Anerkennung von Bildungs- und Berufsabschlüssen. „Zunächst wird es sicherlich vor allem auf psychosoziale Beratung gehen“, so Manjura. Dabei jedoch sei die Stadtverwaltung auf die Krankenversicherungen angewiesen. „Das können wir nur bedingt steuern.“

Wie viele Menschen noch nach Wiesbaden kommen werden, könne er jedoch nicht beantworten – „und auch nicht beeinflussen“, so Manjura.

Personen, die eine Unterkunft brauchen, können sich beim Aufnahmemanagement im Sozialleistungs- und Jobcenter melden: aufnahme-unterbringung@wiesbaden.de

Wenn ihr selbst mit Sachgütern oder Geldspenden helfen möchtet, findet ihr hier weitere Informationen und Kontaktstellen.

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