„Alarmstufe Rot“-Demo in Wiesbaden

Veranstaltungswirtschaft kämpft ums Überleben

„Alarmstufe Rot“-Demo in Wiesbaden

Am Mittwochmittag findet die zweite „Alarmstufe Rot“-Demo der Veranstaltungswirtschaft auf dem Wiesbadener Kranzplatz statt. Zur symbolträchtigen Uhrzeit „5 nach 12“ wollen die Veranstalter auf die Probleme ihrer Branche aufmerksam machen.

Aufgerufen dazu hat das gleichnamige Bündnis „Alarmstufe Rot“, das aus Mitgliedern der Veranstaltungsbranche besteht. Seit dem 5. August finden unter diesem Namen bundesweit Demonstrationen statt, seit vergangener Woche auch in Wiesbaden.

Die Veranstaltungsbranche zählt zu einem der durch die Coronakrise und die damit verbundenen Maßnahmen am stärksten gebeutelten Wirtschaftszweig. Die Demonstranten fordern „echte Hilfen für die Veranstaltungswirtschaft“, wie etwa einen Rettungsdialog mit der Regierung, um Wege und Lösungen zu diskutieren, wie die Veranstaltungswirtschaft die Phase der zurzeit notwendigen Maßnahmen wirtschaftlich übersteht. „Unsere Branche benötigt dringend eine Überlebensperspektive“, so die Initiatoren.

Gleichzeitig machen sie deutlich, dass man explizit nicht gegen die Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung des Infektionsgeschehens protestiere. Vielmehr stört die Veranstalter die Art und Weise, „wie die Regierung den sechstgrößten Wirtschaftszweig Deutschlands wissentlich kollabieren lässt und hinnimmt, dass hunderttausende Unternehmen und Millionen von Existenzen vernichtet werden.“

Für die Demonstration in Wiesbaden haben die Initiatoren ein Hygiene- und Sicherheitskonzept mit den Behörden erarbeitet. Zwei Meter Abstand sollen eingehalten werden und eine Mund-Nase-Bedeckung ist Pflicht. Außerdem wird empfohlen, vor Ort ein Anwesenheitsformular mit seinen Kontaktdaten auszufüllen. Geplant ist, dass die Demo auf unbestimmte Zeit an jedem Mittwoch stattfinden wird. (nl)

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