Wiesbadener wegen Totschlags an eigener Tochter zu hoher Haftstrafe verurteilt

Ein Vater soll die zwei Monate alte Tochter getötet haben. Nun wurde er vor dem Landgericht Wiesbaden verurteilt.

Wiesbadener wegen Totschlags an eigener Tochter zu hoher Haftstrafe verurteilt

Vor fast einem Jahr, in der Silvesternacht 2020/21, soll ein junger Vater seine kleine Tochter erstickt haben. Nun wurde er vor dem Landgericht Wiesbaden verurteilt.

Seine zwei Monate alte Tochter soll der 23-Jährige in der eigenen Wohnung in Mainz-Kostheim getötet haben (wir berichteten). Dort hatten er, seine Partnerin und Freunde gemeinsam Silvester gefeiert. Zuvor, so die Anklage, habe er dem Mädchen bereits Verletzungen im Gesichtsbereich zugefügt. Nun, zwei Monate nach Prozessbeginn wegen Totschlags, hat das Landgericht Wiesbaden sein Urteil gefällt.

Wie der SWR berichtet, sei der junge Vater zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Vor Gericht hatte er ausgesagt, dass er betrunken gewesen sei und das Baby nur hatte beruhigen wollen – indem er ihm Mund und Nase zugehalten und „etwas länger“ zugedrückt habe. Das Kind sei daraufhin eingeschlafen. Dass es nicht mehr atme, habe er erst am nächsten Mittag festgestellt, und dann den Notruf gewählt.

Das Mädchen sei bereits vorher schwer misshandelt und immer wieder verletzt worden, so das Gericht. Das habe eine Obduktion gezeigt. Es war überzeugt davon, dass der Mann für den Tod des Kindes verantwortlich war.

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