In Wiesbaden steigen die Wohn-Nebenkosten rasant

Die Betriebskosten für Mieter in Wiesbaden sind im Vergleich zum Vorjahr explodiert. Eine neue Auswertung zeigt, wo die größten Kostentreiber liegen.

In Wiesbaden steigen die Wohn-Nebenkosten rasant

Die Wohn-Nebenkosten in Wiesbaden sind binnen eines Jahres um 18,9 Prozent gestiegen. Das geht aus einer Auswertung des Nebenkostenprüfers Mineko hervor, für die 177 Abrechnungen aus der Stadt analysiert wurden. Damit verzeichnet Wiesbaden den stärksten Anstieg unter 60 untersuchten deutschen Städten.

Mieter in Wiesbaden zahlen laut der Auswertung im Schnitt 4,35 Euro Nebenkosten pro Quadratmeter und Monat, im Vorjahr waren es noch 3,66 Euro. Für eine durchschnittliche Wohnung mit 75,3 Quadratmetern bedeutet das jährliche Betriebskosten von 3.931 Euro. Das sind 529 Euro mehr als im Bundesdurchschnitt, der bei 3.402 Euro liegt. Bundesweit stiegen die Kosten nur um rund 4,5 Prozent.

Besonders auffällig ist die Entwicklung in Wiesbaden, weil die Kaltmiete im gleichen Zeitraum sogar leicht um 4,3 Prozent sank. „Für Mieter verlagert sich der Kostendruck damit von der Kaltmiete auf die laufenden Betriebskosten“, heißt es in der Analyse. Die Nebenkosten machen in Wiesbaden inzwischen 29 Prozent der gesamten Warmmiete aus.

Heizung und Warmwasser als größte Posten

Größter einzelner Posten bei den Nebenkosten ist die Heizung mit 1,35 Euro pro Quadratmeter im Monat. Die Auswertung deutet auf einen hohen Anteil an zentral versorgten Gebäuden und Fernwärme hin. Die Kosten für Warmwasser sind demnach sogar um 36,7 Prozent gestiegen.

Gleichzeitig fanden die Prüfer in 96 Prozent der untersuchten Abrechnungen aus Wiesbaden Fehler. Der durchschnittliche Fehlerbetrag lag bei 513 Euro. Laut Mineko könnten Mieter sich durch eine Prüfung ihrer Abrechnung im Schnitt diesen Betrag zurückholen.

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