ESWE Verkehr-Geschäftsführer zeigt sich selbst an

Es handle sich um einen „vorsorglichen Schritt“.

ESWE Verkehr-Geschäftsführer zeigt sich selbst an

Jan Görnemann, neuer Geschäftsführer der ESWE Verkehrsgesellschaft, hat am Montag Selbstanzeige beim Wiesbadener Finanzamt eingereicht. Wie das Unternehmen in einer Mitteilung erklärt, handle es sich dabei um einen „vorsorglichen Schritt“.

Hintergrund sind die aktuell laufenden Untersuchungen der Konzernrevision. Die Revision der städtischen Holding WVV prüft ESWE Verkehr seit einiger Zeit. Dabei geht es unter anderem um zu hohe Gehaltsstufen, Beförderungen und mögliche Begünstigungen von Betriebsmitgliedern. Auch die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Selbstanzeige sei übliches juristisches Vorgehen

„Abhängig vom Ergebnis der laufenden Revisionsprüfung könnte der Fall eintreten, dass es einen Korrekturbedarf in den von ESWE Verkehr zuletzt eingereichten Körperschafts- und Gewerbesteuererklärungen gibt“, heißt es in der Mitteilung des Mobilitätsdienstleisters vom Montag.

Bei der Selbstanzeige handle es sich um ein in solchen Fällen übliches juristisches Vorgehen. Das Ziel sei, einen möglicherweise entstehenden Schaden vom Unternehmen abzuwenden. „Dieser rein vorsorgliche Schritt hat jedoch keinerlei Einfluss auf das Ergebnis der Revisionsprüfungen und nimmt dieses auch nicht vorweg“, heißt es weiter.

Jan Görnemann selbst erklärt: „Mir ist ein transparentes Vorgehen in dieser Angelegenheit sehr wichtig.“ Die im Rahmen der laufenden Konzernrevision geprüften Sachverhalte würden im Zeitraum vor seinem Eintritt als Geschäftsführer liegen. „Dennoch ist eine Selbstanzeige juristisch notwendig, um mögliche Ansprüche des Unternehmens zu wahren.“ Weitere Angaben machte Görnemann mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht.

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