So könnte eine Fahrt mit der Nerobergbahn in Corona-Zeiten aussehen

Aufgrund der Abstandsregelungen zur Eindämmung des Corona-Virus befindet sich die Nerobergbahn derzeit in einer Zwangspause. Das Betriebsteam hat jetzt ein Hygienekonzept entwickelt, mit dem die Bahn in Zukunft wieder fahren könnte.

So könnte eine Fahrt mit der Nerobergbahn in Corona-Zeiten aussehen

Eigentlich würde die Nerobergbahn die Wiesbadener schon seit rund drei Monaten im Minutentakt vom Nerotal auf den Hausberg bringen. Normalerweise beginnt die Saison des schrägsten Wahrzeichens der Stadt nach ihrem jährlichen Winterschlaf bereits Ende März. In diesem Jahr machte die Corona-Pandemie dem Fahrtenstart der Bahn allerdings einen Strich durch die Rechnung — noch immer steht sie unbenutzt und menschenleer auf ihren Gleisen.

Wer auf den Neroberg oder ins Opelbad möchte, muss also wie im Winter zu Fuß, mit dem Rad, oder anderweitig auf den Neroberg kommen — mit dem Bus schafft man es lediglich bis ins Nerotal. Könnte sich das in diesen Jahr noch ändern? Diese Frage ist für das Betreiberunternehmen ESWE Verkehr keine leichte.

Bahn lebt von Nähe

„Man sitzt dort eng beisammen, der Fahrer ist mit in der Bahn, knipst die Fahrkarten persönlich ab und öffnet und schließt die Türen.“ - Christian Giesen, ESWE Verkehr

„Die Bahn basiert traditionell auf Nähe“, so Christian Giesen, Sprecher des Unternehmens. „Man sitzt dort eng beisammen, der Fahrer ist mit in der Bahn, knipst die Fahrkarten persönlich ab und öffnet und schließt die Türen.“ Das mache auch das besondere Fahrerlebnis der über 130 Jahre alten Bahn aus. „In Zeiten von Corona ist das natürlich nicht möglich“, so Giesen weiter.

Corona-Hygienekonzept erstellt

„An oberster Stelle steht für uns selbstverständlich der Schutz unserer Fahrgäste und Mitarbeiter.“ - Sabine Füll, Betriebsleiterin

Das Bahn-Betriebsteam hat deshalb ein Corona-Hygienekonzept erstellt. Demnach wird die Nerobergbahn, wenn sie denn wieder fährt, pro Fahrt nur acht bis zehn Personen und nicht wie üblich 40 mitnehmen können. Außerdem werden die einzelnen Abteile mit einer Spezialfolie voneinander abgetrennt. Wie genau der Kontakt zwischen Fahrer und Fahrgästen aussehen wird, muss noch geklärt werden. „An oberster Stelle steht für uns selbstverständlich der Schutz unserer Fahrgäste und Mitarbeiter“, betont Betriebsleiterin Sabine Füll.

Ob das Konzept aufgeht, wenn an einem schönen Wochenendtag bis zu 3.500 Passagiere mit der Nerobergbahn fahren möchten, wird sich erst zeigen müssen. Ein Termin für den Start steht bisher aber noch nicht fest.

Verschönerungen an den Stationen

Wenn es soweit ist, können sich die Wiesbadener und alle anderen aber über ein paar Verschönerungen rund um die Bahn freuen. Nachdem das Betriebsteam im Winter bereits die üblichen Prüf- und Wartungsarbeiten durchgeführt hat, ging es im Frühling an die Schönheitskorrekturen. So hat das Team die Zwangspause genutzt, um die Grünanlagen an der Berg- und Talstation neu zu bepflanzen und die Geländer und Zäune neu zu streichen. (js)

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