Wo am häufigsten gegen die Corona-Regeln verstoßen wird

Wo es Regeln gibt, gibt es auch Menschen, die dagegen verstoßen. Nicht anders ist es bei den Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus. Wie diszipliniert sind die Wiesbadener?

Wo am häufigsten gegen die Corona-Regeln verstoßen wird

Mal sitzt die Maske zu tief und die Nase guckt raus, mal stimmt der Mindestabstand nicht: In Wiesbaden werden immer wieder Verstöße gegen die geltenden Corona-Regeln festgestellt. Merkurist-Leser Lars konnte das auch schon des Öfteren beobachten. Seiner Meinung nach werde vor allem im inneren Westend zu nachlässig mit den Regeln umgegangen, andere Leser stimmen ihm zu. Aber stimmt das?

Geht man der Frage nach, steht man schnell vor einem Problem: Die Stadt Wiesbaden führt keine stadtteilbezogenen Listen über die Kontrollen. Ob das Westend demnach besonders häufig unter den Regelbrechern zu finden ist, lässt sich statistisch also nicht belegen.

Und wie sehen die Ordnungshüter das? „Genauso wie in anderen Stadtteilen werden auch im Westend regelmäßig Kontrollen durchgeführt“, erklärt eine Sprecherin aus dem Dezernat des Bürgermeisters. Besondere Auffälligkeiten habe man in dem Stadtteil — allen Leser-Beobachtungen zum Trotz — aber nicht feststellen können. Insgesamt habe man in Wiesbaden bei Kontrollen bislang 1383 Verstöße feststellen können. Die Kontrollen dazu wurden von Landes- und Stadtpolizei sowie der Straßenverkehrsbehörde durchgeführt.

Restaurants besonders häufig unter den Regelbrechern

Zwar lässt sich nicht feststellen, wo genau am häufigsten gegen die Regeln verstoßen wird, wohl aber, in welchen Bereichen. „Die meisten Verstöße gibt es nach wie vor in Restaurants“, so die Sprecherin. Bei den Kontrollen in Bussen werden im Schnitt ein bis zwei Fahrgäste pro Buslinie mit fehlendem oder falsch getragenem Mund-Nase-Schutz erwischt. Supermärkte hingegen sind aus Sicht der Stadt „unauffällig“.

Besser geworden ist die Situation derweil in der Goldgasse. Die Restaurant-Straße war Anfang August in die Schlagzeilen geraten, weil hier vermehrt Verstöße unter den ansässigen Gastronomen festgestellt wurden (wir berichteten). „Insbesondere bei der Einhaltung der Mindestabstände konnten in Absprache mit den Betreibern deutliche Verbesserungen erzielt werden“, heißt es aus dem Dezernat des Bürgermeisters. (ab)

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