Polizei zieht Autoposer aus dem Verkehr

Etliche Mängel und Verstöße bei Kontrollen festgestellt

Polizei zieht Autoposer aus dem Verkehr

30 mehr oder weniger auffällige Fahrzeuge hat die Polizei von Sonntag auf Montag, den 15. Juni, in Wiesbaden kontrolliert. Die Ergebnisse zeigen, dass der Fokus auf illegales Tuning und Poser nicht umsonst gesetzt wurde.

Die Kontrollen fanden von Sonntagabend um 19 Uhr bis Montagnacht um 2:15 Uhr statt. Sowohl in der Schwalbacher Straße als auch in der Schiersteiner Straße hatten sich die Beamten positioniert, um sportliche Fahrzeuge herauszuwinken.

Neben den 30 kontrollierten Fahrzeugen wurden auch 37 Personen kontrolliert. Die Ergebnisse: 18 Mängelanzeigen, 12 Mal Erlöschen der Betriebserlaubnis, ein Auto wurde sichergestellt und wird einem Gutachter vorgeführt. Bei dem sichergestellten Auto war statt der erlaubten und eingetragenen 80 Dezibel eine Lautstärke von 92 Dezibel gemessen worden. Die Polizei geht von einer manipulierten Abgasanlage aus. Außerdem war ein neues Fahrwerk verbaut, das dazu führte, dass die Reifen in den Radkästen schliffen.

Eine Person war nicht angeschnallt, ein Motorradfahrer ohne Helm unterwegs und es wurden 69 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. Wegen überhöhter Geschwindigkeit wurden 12 Ordnungswidrigkeitsanzeigen angefertigt und 6 Fahrverbote verhängt. Einmal wurde ein Vollstreckungshaftbefehl erlassen.

Das schnellste Fahrzeug während der Kontrollen wurde in der Schiersteiner Straße gemessen. Bei erlaubten 50 km/h war der Fahrer mit 95 km/h unterwegs. Ein weiteres Auto hatte LED-Leuchten im Rückscheinwerfer verbaut. Sobald der Rückwärtsgang eingelegt wurde, blendeten diese wie Frontscheinwerfer. (rk)

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