Dank großer Spende: Wiesbaden erhält neuen Quartiersplatz

Ein neuer Platz wurde eingeweiht und soll das Komponistenviertel in Wiesbaden beleben. Eine Großspende machte das Projekt möglich.

Dank großer Spende: Wiesbaden erhält neuen Quartiersplatz

An der Kreuzung von Abeggstraße und Schumannstraße hat das Wiesbadener Komponistenviertel einen neuen Ort der Begegnung bekommen. Der neue Quartiersplatz wurde am Donnerstag (20. August) offiziell eingeweiht. Wie die Stadt Wiesbaden mitteilt, ist das Projekt zu einem großen Teil durch eine private Spende finanziert.

Auf einer Fläche von rund 1080 Quadratmetern sei ein Treffpunkt für alle Generationen entstanden. Etwa 350 Quadratmeter stehen für Aufenthalt und Freizeit zur Verfügung. Der Platz bietet neben Sitzmöglichkeiten auch eine eigens entwickelte Holzskulptur, die zum Klettern, Sitzen und Liegen gefertigt wurde. Außerdem kann eine rund 70 Quadratmeter große Fläche zum Boulespielen genutzt werden.

Das gesamte Projekt kostete rund 270.000 Euro. Ein Großteil davon, nämlich 171.000 Euro, stammt aus einer Spende der Hans + Irene Jade Stiftung. Bürgermeisterin Christiane Hinninger (Grüne) betonte bei der Eröffnung die gelungene Zusammenarbeit: „Dieses Engagement zeigt, was entstehen kann, wenn Stadtgesellschaft, Politik und Verwaltung zusammen an der Weiterentwicklung öffentlicher Räume arbeiten.“

Beteiligte loben rasche Umsetzung

Dass der Platz bereits angenommen wird, konnte Ortsvorsteher Marc Dahlen (CDU) schon beobachten. „Ich habe schon beobachtet: da saßen Leute hier mit einer Flasche Rotwein und haben sich unterhalten“, berichtet er. „Das ist genau das, was der Platz leisten soll – die Menschen zusammenbringen.“ Er lobte außerdem die schnelle Umsetzung. Im April 2026 war der Baustart und Anfang Juni dieses Jahres quasi alle Arbeiten abgeschlossen.

Stifter Hans Jade lobte ebenfalls die Arbeit der städtischen Ämter und kündigte bei vergleichbarer Arbeitsgeschwindigkeit eine weitere Spende an: „Wenn bis Ende nächsten Jahres der nächste Teil im Komponistenviertel durchgezogen wird, dann wird das auch finanziert“.

Hitze und Wind als erster Härtetest

Für die Begrünung am Quartiersplatz wurden 25 an Trockenheit und Hitze angepasste Gehölze sowie klimafeste Stauden gepflanzt und eine Wildblumenwiese angelegt. Ein spezieller, windstabiler Sonnenschirm soll Schatten spenden. Laut Bürgermeisterin Hinninger ist er immer geöffnet und hat gegen die Sturmböen am Mittwochabend bereits den ersten Härtetest bestanden.

Gabriele Wolter vom Grünflächenamt erklärte, dass das Grün wegen der jüngsten Hitze noch nicht voll zur Geltung komme: „Es hätte anders aussehen können, aber das hat uns die Hitze einen Strich durch die Rechnung gemacht.“ Sobald es wieder feuchter werde, sehe es auch besser aus. Grundsätzlich wässere die Stadt Rasenflächen nicht mehr, für die frische Aussaat sei dies aber nötig gewesen.

Neuer Grünzug durchs Viertel

Der neue Platz ist der zweite Baustein einer geplanten, durchgehenden Grünverbindung im Komponistenviertel. Der erste Teil wurde bereits im September 2024 mit dem Spielplatz am Hohenloheplatz realisiert. „Im Endeffekt entsteht hier ein durchgehender Grünzug“, so Wolter vom Grünflächenamt. Solche Orte seien wichtig, damit die Bürger in heißen Sommern kühlere Plätze finden, an denen sie sich wohlfühlen.

Einen offiziellen Namen hat der neue Treffpunkt noch nicht. Diesen soll der zuständige Ortsbeirat gemeinsam mit der Nachbarschaft finden. Die Entwicklung des Viertels ist damit aber noch nicht am Ende, wie Bürgermeisterin Hinninger ankündigte: „Mit der heutigen Einweihung ist die Begrünung im Komponistenviertel nicht abgeschlossen.“