Bei einer Kommandoübergabe der Bundeswehr in Wiesbaden hat das Landeskommando Hessen eine neue Führung bekommen. Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) ernannte Brigadegeneral Markus Reinhardt zum neuen Kommandeur. Er folgt auf Brigadegeneral Holger Radmann, wie die hessische Staatskanzlei mitteilt. NachrichtenWiesbaden
Angesichts der stärkeren Bedrohung von außen seien eine starke Bundeswehr und eine enge zivil-militärische Zusammenarbeit wesentlich für die Sicherheit Deutschlands, so Rhein. Dabei hob er die besondere Rolle Hessens hervor. „Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert an. Hybride Angriffe sind längst kein abstraktes Szenario mehr. Sie verlangen Wachsamkeit und Verteidigungsbereitschaft“, sagte der Regierungschef. Der wichtigste Auftrag der Bundeswehr sei die Landes- und Bündnisverteidigung. „Und Hessen spielt als verlässlicher Partner dabei eine entscheidende Rolle“, so Rhein weiter. Das Landeskommando Hessen koordiniert die Zusammenarbeit von Bundeswehr, Land und zivilen Behörden.
Verdienstorden für scheidenden Kommandeur
Rhein verwies auf die strategisch wichtige Lage des Bundeslandes im „Herzen der deutschen und europäischen Sicherheitsarchitektur“. Er nannte militärische Standorte wie die Division Schnelle Kräfte in Stadtallendorf, das Kampfhubschrauberregiment in Fritzlar und das Jägerbataillon in Schwarzenborn.
Dem scheidenden Kommandeur, Brigadegeneral Holger Radmann, dankte Rhein für seine Arbeit und verlieh ihm den Hessischen Verdienstorden. „Brigadegeneral Holger Radmann hat an der Spitze des Landeskommandos Hessen Spuren hinterlassen. Er hat mit strategischem Weitblick, klarem Fokus und trockenem Humor geführt“, lobte der Ministerpräsident. Radmanns Nachfolger, Brigadegeneral Markus Reinhardt, war zuletzt Verteidigungsattaché an der Deutschen Botschaft in Paris. Rhein sicherte ihm die Unterstützung der Landesregierung zu.