Polizeikontrolle in Wiesbaden: Verstöße bei mehr als 50 Prozent

Die Polizei und der Zoll kontrollierten in Wiesbaden verstärkt Kleintransporter. Dabei entdeckten sie bei mehr als der Hälfte der Fahrzeuge Verstöße.

Polizeikontrolle in Wiesbaden: Verstöße bei mehr als 50 Prozent

Am Montag (17. August) hat die Polizei bei einer umfangreichen Verkehrskontrolle des gewerblichen Güterverkehrs zahlreiche Verstöße aufgedeckt. Das meldet das Polizeipräsidium Westhessen am Freitag.

Zwischen 8 und 16 Uhr kontrollierten die Einsatzkräfte an insgesamt drei Standorten Fahrzeuge, die in Richtung Wiesbaden-Mainz-Kastel unterwegs waren. Im Fokus standen dabei vor allem Kleintransporter mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 3,5 Tonnen. Unterstützt wurde die Polizei vom Hauptzollamt Darmstadt, der Gefahrgut-Überwachung und der Wiesbadener Stadtpolizei.

Insgesamt überprüften die Beamten 62 Fahrzeuge und 84 Personen. Die Bilanz: 33 Ordnungswidrigkeiten und sieben Straftaten.

Von loser Ladung bis zu gefälschten Dokumenten

In 14 Fällen hatten Fahrer ihre Ladung nicht ordnungsgemäß gesichert. Zudem waren 13 Personen ohne angelegten Sicherheitsgurt unterwegs. Drei Fahrer konnten keine gültige Fahrerlaubnis vorweisen. In zwei weiteren Fällen wird nun gegen die Fahrzeughalter ermittelt, weil sie das Fahren ohne Fahrerlaubnis zugelassen hatten.

Ein Fahrer legte einen ausländischen Führerschein vor, der sich nach ersten Erkenntnissen als komplette Fälschung herausstellte. Gegen ihn läuft ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Urkundenfälschung. Darüber hinaus stellten die Beamten einen Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz, einen Handyverstoß sowie einen „Gefahrgutverstoß“ fest.

Die Polizei kündigte an, auch in Zukunft den gewerblichen Güterverkehr zu kontrollieren, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen.