Mit 150 km/h durch Wiesbaden: Autoraser erhält Bewährungsstrafe

Führerschein vorerst weg

Mit 150 km/h durch Wiesbaden: Autoraser erhält Bewährungsstrafe

Weil er im April 2019 mit seinem Mercedes in der Klarenthaler Straße mit überhöhter Geschwindigkeit zwei Autos gerammt hatte, wurde ein 40-jähriger Wiesbadener am Donnerstag vor dem Amtsgericht zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Zudem muss der Mann seinen Führerschein abgeben.

Der 40-Jährige war am 9. April mit seinem grünen Mercedes AMG GTR am Mittag auf der Klarenthaler Straße in Richtung Ringkirche unterwegs. Dabei beschleunigte er sein 500 PS starkes Auto immer wieder von 0 auf 150 km/h. An einem Fußgängerweg mit Verkehrsinsel hatte er dann die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Mit über 70 km/h war er zunächst mit einem am rechten Rand geparkten Auto und mit einem Baum kollidiert.

Anschließend fuhr er noch in ein am linken Fahrbahnrand abgestelltes Auto. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Sportwagen anschließend auf die Gegenfahrbahn geschleudert, wo er zwei weitere geparkte Fahrzeuge, einen Nissan und einen VW Golf, erwischte. Beide Insassen des grünen Sportwagens, der Fahrer und der Beifahrer, wurden bei dem Unfall schwer verletzt.

Die Anklage hatte dem 40-Jährigen vorgeworfen, allein um schneller voranzukommen, elementarste Sorgfaltspflichten missachtet zu haben. Dabei habe er andere Verkehrsteilnehmer wie Autofahrer und Fußgänger in Lebensgefahr gebracht. Der Wiesbadener erhält für sein Fahrmanöver eine Bewährungsstrafe von acht Monaten Haft, ausgesetzt auf drei Jahre. Dazu wird ihm der Führerschein entzogen. Auch muss der Mann 2500 Euro an einen Hospizverein spenden. (ms)

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