Beim ersten gemeinsamen Sommerfest der „Kinderbrücke“ haben Kinder, Eltern und Tagespflegepersonen am Sonntag (14. Juni) auf dem Campus Klarenthal gefeiert. Wie die Stadt Wiesbaden mitteilt, handelt es sich bei der Kinderbrücke um ein bundesweit einmaliges Modell der Kindertagespflege.
Die Kindertagespflege ist laut Stadt ein wichtiger Bestandteil der Kinderbetreuung in Wiesbaden. Tagesmütter und -väter bieten ein gleichrangiges Angebot zu Kinderkrippen, für das Eltern die gleichen Beiträge zahlen. Die Betreuung findet in kleinen Gruppen von maximal fünf Kindern statt und orientiert sich am Hessischen Erziehungs- und Bildungsplan.
Bundesweit einmaliges Modell in Wiesbaden
Mehr als die Hälfte der rund 100 Kindertagespflegepersonen in Wiesbaden arbeitet im Modell der „Kinderbrücke“. Dieses zeichnet sich dadurch aus, dass eine Person maximal drei Kinder betreut. Dafür erhält sie einen um ein Viertel erhöhten Anerkennungsbetrag. Zusätzlich wird ein bereitgestellter Vertretungsplatz finanziert.
Im Krankheitsfall vertreten sich drei bis fünf Tagespflegepersonen gegenseitig. Damit die Kinder ihre Vertretungsperson bereits kennen, treffen sich die Gruppen wöchentlich zu einem Spielkreis, der von einer pädagogischen Fachkraft geleitet wird. Dies soll eine hohe Qualität und Verlässlichkeit sicherstellen.
„Großer Gewinn für Kinder und Familien“
Sozialdezernentin Dr. Patricia Becher lobte das Projekt: „Die Kinderbrücke ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie familiennahe Betreuung, Verlässlichkeit und pädagogische Qualität miteinander verbunden werden können. Dass dieses Modell bundesweit einmalig ist und von so vielen engagierten Kindertagespflegepersonen getragen wird, ist ein großer Gewinn für Kinder und Familien in Wiesbaden.“
Becher bedankte sich bei allen Beteiligten für das gelungene Fest und die gute Zusammenarbeit, unter anderem mit den Trägern EVIM und dem Kinderschutzbund Wiesbaden. Interessierte Eltern können sich bei der Fachstelle Kindertagespflege beraten lassen.
Das Fest am Sonntag bot Programm für alle Altersgruppen. Kinder konnten sich schminken lassen, mit einer Malschleuder bunte Bilder erstellen oder Blüten und Blätter für Naturbilder sammeln. Bei Kaffee und Kuchen kamen Eltern, Betreuer und Mitarbeiter ins Gespräch.