Junge Migranten erzählen, wie sie sich in Wiesbaden fühlen

In einer neuen Ausstellung zeigen junge Menschen mit und ohne Fluchterfahrung, wie es ihnen in Wiesbaden geht. Über Installationen, Bilder, Foto und Videos erfahren Besucher, wie es sich anfühlt, als junger Mensch neu anzufangen.

Junge Migranten erzählen, wie sie sich in Wiesbaden fühlen

Wie geht es einem jungen Menschen, für den Deutschland nicht die erste Heimat war? Was geht in Jugendlichen vor, die aus einem Land geflüchtet sind, um in Wiesbaden neu anzufangen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich eine neue Ausstellung in der Kinder- und Jugendgalerie in der Dotzheimer Straße. Zwölf Jugendliche mit Migrationshintergrund erzählen mithilfe von Installationen, Bildern, Fotos und Videos ihre Geschichte. Einige von ihnen mussten sich auch mit dem Thema Flucht auseinandersetzen.

Dabei zeigt sich, wie individuell jede Erfahrung ist. Eine junge Syrerin drückt beispielsweise über ihr Kunstwerk aus, wie froh sie über den Frieden und die Sicherheit in Deutschland ist. Ein Jugendlicher, der aus der Türkei nach Wiesbaden kam, hat hingegen eine völlig andere Sichtweise auf Deutschland. Anders als das Mädchen aus Syrien, fühlt er sich bedroht und wie im Gefängnis und möchte lieber heute als morgen zurück in die Türkei. Alle jungen Künstler gehen in die 8. Klasse der IGS Rheingauviertel.

Die Ausstellung, die unter dem Namen "Wer sind die anderen?“ läuft, soll die Frage beantworten, ob Kunst es schaffen kann, besser über Diskriminierung und Rassismus zu sprechen, Ungesagtes an die Oberfläche zu bringen und sich selbst zu reflektieren. Über ein Jahr lang haben die Schülerinnen und Schüler der IGS dafür gemeinsam mit Künstlern an ihren Werken gearbeitet.

Ausgestellt werden die Kunstwerke ab dem 17. Juni um 14 Uhr in der Kinder- und Jugendgalerie des Amtes für Soziale Arbeit in der Dotzheimerstraße 99. Die Galerie befindet sich direkt hinter der Haltestelle Loreleiring.

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