Wie steht es um die Kransand-Bistrobar?

Sie ist blau, fällt sofort auf und steht auf dem neuen Kransand-Gelände doch noch ziemlich alleine da. Ein Leser wollte daher wissen, wie es um die Kransand-Bistrobar bestellt ist.

Wie steht es um die Kransand-Bistrobar?

Direkt am Rhein, auf dem ehemaligen Kies-Menz-Gelände, entsteht eine neue Freizeitfläche. Der erste Bauabschnitt wurde bereits fertiggestellt (wir berichteten). Nach und nach soll dort ein Park mit Sportflächen, Sitzgelegenheiten und Gastronomie entstehen. Nachdem zunächst Boden- und Landschaftsarbeiten durchgeführt wurden, ist seit gut einem Monat auch die Bistrobar in Betrieb. Sie soll so lange bleiben, bis das Gesamtprojekt fertiggestellt ist.

Betrieben wird diese von Sebastian Grüner und Iwan Kunisch, den Gründern der Cider-Marke „Kiezbaum“ aus Mainz, die sich im Vergabeverfahren gegen sechs Bewerber durchgesetzt haben. Neben ihrem Cider gibt es dort auch Wein, Bier, Kaffee und andere Getränke sowie verschiedene Snacks. Doch wie ist es der Bar, einen Monat nach der Eröffnung, ergangen?

„Die neue Fläche mit Leben füllen.“ - Sebastian Grüner, Kiezbaum

Leser Michael zweifelt an der Wirtschaftlichkeit der neuen Location. „Ist das Bistro ein Flop?“, fragt er. Immerhin sehe er dort nie jemanden stehen. „Das ist auch gut so“, entgegnet Sebastian Grüner, einer der beiden Betreiber, und lacht. „Denn das heißt, dass unser Konzept aufgeht.“ Ziel sei es, dass die Bistrobar, die er auch Kiosk nennt, nur eine erste Anlaufstelle für ein Getränk ist, das dann auf Picknickdecken oder einer der Steinstufen auf dem Gelände getrunken werden kann. Kurzum: „Die Leute sollen die neue Fläche nutzen, sie mit Leben füllen“, so Grüner.

„Aber im Ernst: Wir sind sehr zufrieden, unsere Gäste auch. Von daher ist es perfekt“, sagt Grüner. Zu letzteren zählen sowohl Passanten, als auch Menschen, die das Kransand-Gelände bewusst für ein Getränk ansteuern. „Etwa Radfahrer, die ihre Tour hier bei einem Glas Wein enden lassen“, so der Betreiber. Andere träfen sich dort für eine Partie Frisbee oder machen Picknick. Kurzum: „Die Leute integrieren uns und wir freuen uns, zu einer Aufwertung des Geländes beitragen zu können“, sagt Grüner.

Nicht für immer bestimmt

„Gelände muss sich noch entwickeln.“ - Sebastian Grüner

Liegestühle, wie Snip-Ersteller Michael sich wünscht, dürfen nicht aufgestellt werden, da den Betreibern der Bar nur ein begrenzter Platz zugesprochen wurde. „Außerdem gibt es bei uns keine Bewirtung, um die Kosten für unsere Gäste niedrig zu halten“, sagt Grüner. Durch eine niedrige Preisstruktur sollen außerdem alle Leute gleichermaßen integriert werden. Und auch die gewünschten Schatten spendenden Bäume haben die Betreiber keinen Einfluss, sagen aber: „Die Stadt wird hier auch noch Bäume pflanzen. Aber das Gelände muss sich — genau wie wir — eben erst noch entwickeln.“

Doch wenn das Gelände seine „richtige“ Aufwertung bekommen hat und neben Sitzgelegenheiten auch beispielsweise ein Skatepark, ein Slackline- und Balanceparcours Einzug gehalten haben, müssen Grüner und Kunisch wieder gehen. „Die Stadt arbeitet mit Hochdruck daran, das Gelände fertigzustellen. Und wenn es so weit ist, müssen wir gehen“, sagt Grüner. Er könne sich aber durchaus vorstellen, dass sich die „Kiezbaum“-Gründer auch für die Ausschreibung der Stadt auf eine dauerhafte Lösung bewerben. „Je nachdem, was von den neuen Betreibern erwartet wird. Wenn Sterneküche gewünscht wird, sind wir raus. Aber wer weiß.“ (ab)

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