Wiesbadener haben immer mehr Geld zur Verfügung

Rund ein Drittel ihres Geldes geben die Wiesbadener laut IHK im Einzelhandel aus. Auch Menschen aus der Region zieht es zum Einkaufen ins Stadtgebiet - dabei steht ihnen im Vergleich zu früheren Jahren immer mehr Geld zur Verfügung.

Wiesbadener haben immer mehr Geld zur Verfügung

Fast 27.000 Euro hat jeder Wiesbadener im Durchschnitt pro Jahr zur Verfügung. Das zeigt der aktuelle Kaufkraftindex, der schon jetzt Hochrechnungen für das Jahr 2019 ausdrückt. Die Industrie und Handelskammer (IHK) bewertet die Region rund um die hessische Landeshauptstadt deshalb als starken Wirtschaftsstandort — und davon profitiere auch der stationäre Einzelhandel.

Hohe Kaufkraft

Der Hochrechnung sind es exakt 26.744 Euro, die jedem Wiesbadener im Durchschnitt aufs gesamte Jahr verteilt zur Verfügung stehen. Das sind 2000 Euro mehr als noch vor fünf Jahren. Gleiches gilt für die Region Rheingau-Taunus-Kreis und Hochheim.

Ein Großteil dieses Geldes bleibt laut IHK in Wiesbaden. Der Einzelhandelsumsatz vor Ort, der sich allein auf den stationären Einzelhandel bezieht, beträgt in der Wirtschaftsregion Wiesbaden drei Milliarden Euro. Das ist ein Zuwachs von 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Demnach gibt jeder Einwohner durchschnittlich 6.185 Euro im regionalen Einzelhandel aus.

Unterschiede in der Region

Die größte Kaufkraft in der Region gibt es laut der IHK in Walluf, Niedernhausen und Schlangenbad. Vergleicht man dabei Wiesbaden und den Rheingau-Taunus-Kreis, ist der Umsatz in der Stadt deutlich höher. „Wie in fast allen ländlichen Regionen ist auch im Rheingau-Taunus-Kreis die Kaufkraft der Menschen deutlich höher als der Umsatz in den Läden vor Ort – demnach erledigen die Einwohner die meisten Einkäufe außerhalb des Kreises sowie im Online- und Versandhandel“, erläutert Florian Steidl von der IHK Wiesbaden.

Durch die starke Nachfrage aus dem Umland bescheinigt die IHK dem Wiesbadener Einzelhandel daher eine hohe Attraktivität. „Die Ausgaben der Wiesbadener im Online- und Versandhandel werden durch den Zufluss auswärtiger Kaufkraft im lokalen Einzelhandel wieder aufgewogen“, so Steidl. Laut der IHK fließt fast ein Drittel des Geldes in den Einzelhandel. Das restliche Geld geben die Wiesbadener vor allem für ihre Wohnung, Dienstleistungen, ihre Autos und Brennstoffe aus. Aber auch notwendige Reparaturen, Reisen und Altersvorsorge sind regelmäßige Kosten.

Top Region

Unter den deutschen Großstädten mit 200.000 bis 500.000 Einwohnern belegt die Region rund um Wiesbaden in der aktuellen Studie zur Kaufkraft den zweiten Platz. Lediglich in Bonn steht den Bewohnern im Durchschnitt jährlich mehr Geld zur Verfügung. (js/lp)

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