Zum dritten Mal innerhalb von drei Jahren hat die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof Insolvenz angemeldet. Es soll einen neuen Eigentümer geben. Bisheriger Eigentümer war der österreichische Konzern Signa.
Erst Ende 2022 gab es ein Schutzschirmverfahren für Galeria Karstadt Kaufhof. 40 Filialen hatten schließen müssen. Darunter war auch das Haus in der Wiesbadener Kirchgasse. Geblieben sind 92 Häuser mit etwa 15.000 Beschäftigten in ganz Deutschland.
Was wird aus dem Standort am Mauritiusplatz?
Wird nun auch der Standort am Mauritiusplatz schließen müssen? Bislang sind noch keine Pläne für die verbleibenden Häuser in Hessen bekannt. Von Seiten des Betriebsrats gibt es auch noch keine Einschätzung. Galeria-Chef Olivier van den Bossche teilte inzwischen mit, dass der Erfolg des Konzerns durch die Eigentümerstruktur belastet gewesen sei. Die Insolvenzen der Signa-Gruppe hätten massive geschadet, Mieten seien zu hoch und Dienstleistungen zu teuer gewesen.
Die Gewerkschaft Verdi blickt derweil mit Sorge auf die aktuelle Lage von Galeria. „Für die Beschäftigten ist das absolut bitter. Seit Jahren haben sie auf Teile ihres Lohns verzichtet, um Arbeitsplätze zu retten, und Galeria Karstadt Kaufhof hatte sich als Unternehmen in den letzten Monaten neu aufgestellt. Nun ist das Unternehmen aufgrund der Insolvenz des Signa-Mutterkonzerns erneut in eine wirtschaftliche Schieflage geraten und für die rund 12.000 Beschäftigten und ihre Familien ist wieder offen, wie es für sie weiter geht“, sagt Silke Zimmer, Mitglied im Verdi-Bundesvorstand und dort zuständig für den Handel.
Vom neuen Insolvenzverwalter fordere man nun, alles daranzusetzen, dass die gute wirtschaftliche Entwicklung, die das Unternehmen in den letzten Monaten genommen hat, fortgesetzt werden kann und die verbliebenen rund 12.000 Arbeitsplätze erhalten bleiben. „Wir als Gewerkschaft werden mit den Beschäftigten für ihre Zukunft kämpfen“, so Zimmer.