Winter-WM: Stadt Wiesbaden will kein Public Viewing veranstalten

OB Mende kritisiert Bedingungen in Katar

Winter-WM: Stadt Wiesbaden will kein Public Viewing veranstalten

Die Landeshauptstadt Wiesbaden hat am Dienstag angekündigt, kein Public Viewing zur Fußball-Weltmeisterschaft in Katar veranstalten zu wollen. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

„Public Viewing und kalte Jahreszeit passen nicht zusammen. Zudem ist die WM hoch umstritten. Über die zahlreichen Hinweise zur Menschenrechtslage und Ausbeutung von Arbeitern wollen und können wir nicht hinwegsehen“, so Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD).

Als weiteren Punkt nannte Mende die Gas- und Energiekrise. „Die öffentliche Hand kann nicht von den Bürgerinnen und Bürgern verlangen, ihren Energieverbrauch zu senken und gleichzeitig im Winter ein Public Viewing mit warmen Plätzen, etwa in beheizten Zelten, anbieten.“

Erstmals findet 2022 eine Fußball-WM in den europäischen Wintermonaten statt. Das Turnier im Wüstenstaat Katar beginnt in diesem Jahr am 20. November und endet am 18. Dezember mit dem Finale in Lusail. Kritik gibt es bereits seit Jahren an der intransparenten Vergabe der WM an Katar sowie an massiven Menschenrechtsverletzungen im Land. Zudem waren wegen der schlechten Arbeitsbedingungen Tausende Gastarbeiter an den Stadionbaustellen im Land gestorben.

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