So geht es mit dem Gewerbegebiet Petersweg Ost voran

Im Dezember stand der Beschluss, was mit dem Gelände Petersweg Ost passiert. Ziel ist, die Versorgungsfunktion Wiesbadens mit Sortimenten zu stärken, die man zentrumsnah nicht bekommt. Bis die Geschäfte eröffnen, dauert es aber noch eine Weile.

So geht es mit dem Gewerbegebiet Petersweg Ost voran

Rund zweieinhalb Monate ist es jetzt her, dass die Wiesbadener Stadtverordnetenversammlung beschlossen hat, auf dem circa 16 Hektar großen Gelände in Kastel verschiedene Flächen für Gewerbe und Einzelhandel zu schaffen. Das Hauptziel des Ausbaus des Geländes ist, die Versorgungsfunktion Wiesbadens zu stärken. Auch die Boelckestraße ist Teil des Großprojektes — denn auch ihren vierspurigen Ausbau beschloss die Stadtverordnetensammlung im Dezember. Doch wie gehen beide Vorhaben voran?

Regierungspräsidium Darmstadt am Zug

In einem Snip fragt Merkurist-Leserin Christina nach dem aktuellen Stand und dem Zeitplan. Klar ist: Bis die Wiesbadener tatsächlich am Petersweg Ost einkaufen können, dauert es wohl noch eine ganze Weile. Zwar hat die Stadtverordnetenversammlung den Bebauungsplan für das Gelände schon am 13. Dezember 2018 beschlossen. Weil das Regierungspräsidium Darmstadt aber auch die Änderung des Flächennutzungsplans genehmigen muss, sei erst im zweiten Quartal 2019 damit zu rechnen, dass der Bebauungsplan rechtskräftig wird, wie ein Sprecher des Dezernats für Stadtentwicklung und Bau auf Anfrage von Merkurist erklärt.

Weil das Gewerbegebiet Petersweg Ost nah an der Autobahn liegt und an das bereits bestehende Gewerbegebiet Boelckestraße/Otto-Suhr-Ring angrenzt, ist die Lage als Einzelhandelsstandort optimal. Vor diesem Hintergrund werde ihm als Sonderstandort für nicht zentrenrelevante Sortimente eine ergänzende Funktion zu den zentralen Versorgungsbereichen zugewiesen, sagt der Sprecher des Dezernats für Stadtentwicklung und Bau. Das bedeutet: Auf dem Gelände wird Platz für einen Baumarkt mit einer Verkaufsfläche von maximal 12.000 Quadratmetern, für ein Gartencenter mit maximal 7000 Quadratmetern und für einen Möbelmarkt mit maximal 1500 Quadratmetern Verkaufsfläche geschaffen.

Hornbach zieht um

Wer die 12.000 Quadratmeter Baumarktfläche bekommt, steht schon fest: Hornbach, der derzeit noch Heimwerkerbedarf am Otto-Suhr-Ring verkauft, wird hierher umziehen. Merkurist-Leser Michael hat gehört, dass eine große Aldi-Filiale der Hornbach-Nachfolger wird. Ob an dem Gerücht etwas dran ist, ist derzeit noch nicht bekannt. Auch, wer die anderen Sondergebietsflächen beziehen wird, ist noch unklar. „Aussagen dazu können aufgrund privater Eigentumsverhältnisse nicht getroffen werden“, heißt es aus dem Stadtentwicklungsdezernat.

Baubeginn 2020 realistisch

Damit die neuen Märkte im Gewerbegebiet Petersweg Ost eröffnen können, muss zunächst aber die Erschließung gesichert sein. Das passiert „einerseits durch den vierspurigen Ausbau der Boelckestraße“, erklärt der Sprecher des Stadtentwicklungsdezernats, „andererseits wird die innere Erschließung — die Gottfried-Dörr- und die Fritz-Hussler-Straße — neu strukturiert.“ Damit einher gehen auch ökologische Ausgleichsmaßnahmen, die aber bereits durchgeführt wurden. Das Tiefbau- und Vermessungsamt geht davon aus, dass es, sobald die Bebauungspläne rechtskräftig sind, mit dem vierspurigen Ausbau der Boelckestraße beginnen wird. 2020 ist auf jeden Fall realistisch. Anfang 2020 wird auch Hornbach voraussichtlich umziehen. Welche anderen Geschäfte wann eröffnen, dazu kann das Stadtentwicklungsdezernat aber noch keine verbindliche Aussage machen. (ms/ts)

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