Nach Sturm in Wiesbaden: Ausmaß der Schäden jetzt sichtbar

Der Sturm vom vergangenen Mittwoch hat in Wiesbaden schwere Schäden an Bäumen hinterlassen. Eine erste Bilanz zeigt das Ausmaß: Manche Bäume müssen gefällt werden.

Nach Sturm in Wiesbaden: Ausmaß der Schäden jetzt sichtbar

Das heftige Unwetter mit Sturmböen am Mittwoch, 19. August, hat in Wiesbaden erhebliche Schäden an Bäumen verursacht (wir berichteten). Wie das Grünflächenamt und die Entsorgungsbetriebe ELW mitteilen, sind vor allem die Stadtteile Klarenthal, Dotzheim, Schierstein und das Künstlerviertel betroffen. Jetzt das vorläufige Ergebnis zusätzlicher Baumkontrollen fest, die in den vergangenen Tagen durchgeführt wurden.

Konkret stellten die Kontrolleure 24 Astbrüche fest. Vier Bäume mussten sogar gefällt werden: drei davon, weil sie nach dem Sturm schief standen, und ein weiterer Baum nach einem großen, stammnahen Ausbruch. Hinzu kommen Schäden an älteren Bäumen in Grünanlagen sowie etliche kleinere Äste, die bereits beseitigt wurden.

Sturm traf auf geschwächte Bäume

Als Grund für die massiven Schäden nennt die Stadt die Kombination aus der erheblichen Windbelastung und einem Baumbestand, der durch die vorherige Trockenperiode bereits gestresst war. Demnach sind gerade Stadtbäume durch versiegelte Standorte, begrenzte Wurzelräume und hohe Temperaturen besonders belastet. Die lange Trocken- und Hitzeperiode habe die Anfälligkeit einzelner Bäume und Äste für den plötzlich einwirkenden Sturm erhöht.

Das Grünflächenamt fährt in dieser Woche die betroffenen Stadtteile nochmals gezielt ab, um bislang nicht gemeldete Schäden und Gefahrenstellen zu erkennen. Anschließend werden die Schäden nach Dringlichkeit beseitigt. Bereits in der Sturmnacht war die Feuerwehr im Dauereinsatz und rückte zu rund 30 Einsätzen aus, bei denen auch Autos durch umstürzende Bäume und Äste beschädigt wurden. Ein Großteil dieser Einsätze wurde von den Freiwilligen Feuerwehren übernommen.