Aus für die Kultkneipe „Zum Schweinefuss“

Fünf Jahre lang konnten Feierwütige abends im „Schweinefuss“ trinken und quatschen. Betreiber und Gäste liebten die Kultkneipe, zum Ende des Jahres schließt sie nun aber. Warum?

Aus für die Kultkneipe „Zum Schweinefuss“

„Wie schade. Ich habs bei euch immer genossen und hatte massig viel Spaß! Ihr seid toll!“ und „Das ist Schade. Es war echt geil bei euch immer. Aber ich wünsche für euch und auch dem Team alles gute für die weitere Zukunft“ sind nur zwei der vielen Kommentare, die unter dem Post auf der Facebook-Seite zu lesen sind, in dem die Betreiber ankündigen, den Schweinefuss zum Jahresende zu schließen. Die Schweinefuss-Fans sind traurig, wieder einmal macht eine Kultkneipe in Wiesbaden dicht.

Mit Gerüchten aufräumen

„Bevor die große Gerüchteküche anfängt zu brodeln, hier unsere Gründe“, schreibt Betreiberin Tina dort, die vier Jahre lang gemeinsam mit Armin die Kneipe am Kaiser-Friedrich-Ring geführt hat. Der erste Grund sei demnach Tinas Gesundheitszustand, der sich zunehmend verschlechtere. Der zweite Grund sei die Entfernung zu Köln. Tina und Armin leben inzwischen seit zwei Jahren in Köln und pendeln zwischen Wiesbaden und der Rheinmetropole hin und her. „Das ist auf Dauer anstrengend“, sagt Tina. Armin habe zudem einen Vollzeitjob und sie selbst könne aufgrund ihrer Krankheit kein Auto mehr fahren. Sind die beiden im Schweinefuss, haben sie meist bis früh in die Morgenstunden geöffnet, sodass sie erst spät — beziehungsweise früh — zu Hause sind. Das zerre an einem, erklärt Tina. „Wir haben es zwei Jahre versucht, aber es geht einfach nicht mehr.“

„Ein besseres Team hätten wir uns niemals wünschen können.“ - Tina, Betreiberin

Tina und Armin ist es zu viel geworden. „Es ist schon ein ganz schöner Spagat, das alles hinzubekommen und verlangt viel mehr, als abends den Schlüssel in die Tür zu stecken“, schreibt sie in ihrem Post. Die Entscheidung sei den beiden nicht leicht gefallen, der Laden, das Team, die Gäste seien den Betreibern ans Herz gewachsen. „Ein besseres Team hätten wir uns niemals wünschen können.“

„Schweren Herzens verabschiede ich mich von euch und besonders von meinen Lieblingschaoten“ - Sanne, Schweinefuss-Team

Und auch das Team — Mario, Sanne und Silvi — haben sich in dem Facebook-Post noch mit einigen Abschiedsworten an die Schweinefuss-Fans gewandt. „Ich möchte mich für die über zwei Jahre schöne Zeit im Schweinefuss bedanken. Zum Team, der Familie gehört zu haben“, schreibt Mario. „Schweren Herzens verabschiede ich mich von euch und besonders von meinen Lieblingschaoten“, schließt sich Sanne an. „Es war im Großen und Ganzen eine verdammt geile Zeit mit euch, die immer einen festen Platz in meinem Herzen behalten wird“, sagt auch Silvi.

Abschiedsparty an Silvester

Am 31. Dezember wird der Schweinefuss zum letzten Mal seine Türen öffnen. „Der letzte Tanz“ heißt die Silvesterparty, die zugleich auch Abschiedsparty sein wird. „Bis dahin werden wir weiter Rabatz, Halligalli, Rambazamba, Remmidemmi machen und die Sau rauslassen“, heißt es auf der Facebookseite. Dort sind übrigens auch noch einige andere Partys und Veranstaltungen für die verbleibenden zweieinhalb Monate angekündigt. Wer danach in die Räumlichkeiten einzieht, ist laut den Betreibern derzeit noch unklar.

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