Rhein: „Frankfurter Flughafen sichert unseren Wohlstand“

Zum 90. Jubiläum des Frankfurter Flughafens betont Ministerpräsident Rhein dessen Bedeutung für Wirtschaft und Wohlstand in Hessen. In Wiesbaden kritisiert man unabhängig davon das neue geplante Betriebskonzept, das deutlich mehr Fluglärm bringt.

Rhein: „Frankfurter Flughafen sichert unseren Wohlstand“

Ministerpräsident Boris Rhein hat an die Eröffnung des „Flug- und Luftschiffhafens Rhein-Main“ in Frankfurt vor 90 Jahren am 8. Juli 1936 erinnert und die heutige Rolle des Frankfurter Flughafens für die Wirtschaft und die internationale Anbindung Hessens und Deutschlands hervorgehoben.

„Der Frankfurter Flughafen sichert die Stabilität unserer Wirtschaft und unseren Wohlstand“, sagt der Regierungschef. Als Drehkreuz von Weltrang schaffe er sowohl für Export- als auch für Importunternehmen hervorragende Handelsbedingungen. Rhein erklärte weiter: „Dank der attraktiven Standortbedingungen entscheiden sich viele Unternehmen für unsere Region, schaffen Arbeitsplätze, investieren und sorgen für Wachstum im Land. Hessen ist heutzutage ein Luftfahrtland – und Deutschland eine erfolgreiche Exportnation“.

Gleichzeitig sorge der Flughafen durch die internationale Vernetzung für einen regelmäßigen Austausch über Kulturen hinweg. „Hier begegnen sich Menschen, sie reisen, werden willkommen geheißen und lernen neue Länder und Perspektiven kennen“, so der Ministerpräsident. „Hessen bietet damit beste Standortbedingungen, die es anderswo in Deutschland so nicht gibt“, fügte Rhein hinzu.

Fluglärm „gesundheitliche Belastung“

Doch trotz der guten Perspektiven, die der Flughafen bietet, gibt es beispielsweise auch Kritik. So wird ein geändertes Betriebskonzept für den Flughafen Frankfurt zu deutlich mehr Fluglärm über Wiesbaden führen (wir berichteten). Mit dem neuen Konzept sollen bis zum Jahr 2033 deutlich mehr Starts und Landungen am Frankfurter Flughafen abgewickelt werden. Ein wachsender Teil der Flugzeuge soll dabei in Richtung Nordwesten starten und somit Wiesbaden überfliegen.

Bürgermeisterin Christiane Hinninger, die Wiesbaden in der Fluglärmkommission vertritt, kritisierte zuletzt die Pläne: „Das geänderte Betriebskonzept wird dazu führen, dass Wiesbaden in den Abendstunden stärker von Fluglärm betroffen sein wird. Das ist eine auch gesundheitlich zusätzliche Belastung, die nicht hinnehmbar ist.“ Die Fluglärmkommission fordert deshalb, die Lärmbelastung so gering wie möglich zu halten. Nordwestabflüge sollen auf das betrieblich erforderliche Mindestmaß begrenzt werden. Zudem wurde die Deutsche Flugsicherung aufgefordert, weitere Zeitfenster für Lärmpausen zu prüfen, auch nachts.