Krach um Silvester-Feuerwerk in Wiesbaden: Wie die Stadt jetzt plant

Gehört es nun zum Feiern des Jahreswechsels dazu oder sollte man darauf verzichten? Das Abbrennen von privatem Feuerwerk wird jedenfalls zunehmend zum Streitthema. Doch welche Meinung hat die Stadt Wiesbaden dazu? Droht im nächsten Jahr ein Verbot?

Krach um Silvester-Feuerwerk in Wiesbaden: Wie die Stadt jetzt plant

Beim Thema Silvesterfeuerwerk ist die Gesellschaft neuerdings tief gespalten. So ließen es die einen nach zwei Jahren Böller- und Raketenverbot wegen Corona nun wieder im wahrsten Sinne des Wortes ordentlich krachen. Die anderen dagegen lehnen das traditionelle Spektakel zum Jahreswechsel entschieden ab. Doch wie steht die Stadt Wiesbaden nun eigentlich zu einem von einigen geforderten Verbot von privatem Feuerwerk?

Hoffen auf freiwilligen Verzicht?

Zu den Argumenten der Gegner von privatem Feuerwerk zählen immer wieder, dass dies Jahr für Jahr zu zahlreichen Verletzten und Bränden, einer massiven Luft- und Naturverschmutzung sowie einer immensen Belastung für Wild- und Haustiere führe. Aus diesen Gründen forderten beispielsweise in der Nachbarstadt Mainz über 6000 Menschen in einer Petition ein Verbot von privatem Feuerwerk. Wie eine Beteiligte an der Aktion in Mainz angab, könne die Stadt den Verkauf von Feuerwerk vielleicht nicht vollständig verbieten, aber sie habe durchaus rechtliche Möglichkeiten, das Abbrennen von Feuerwerk stark einzuschränken.

Doch am Ende wurden die Feuerwerksgegner enttäuscht. Abgesehen von den Standard-Verbotszonen in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Fachwerkhäusern verzichtete die Stadt Mainz auf ein komplettes Verbot. Wie es dazu aus dem Rathaus hieß, habe die Stadt keinen Einfluss auf die privaten Entscheidungen der Bürger. Man könne nur appellieren, auf Feuerwerk zu verzichten. Die Feuerwerksgegner sahen in dem Vorgehen der Stadt wiederum ein „Armutszeugnis“ und bescheinigten ihr, sich aus der Verantwortung zu ziehen.

So reagiert die Stadt Wiesbaden

Ähnlich wie in Mainz verzichtete man auch in Wiesbaden darauf, privates Feuerwerk zu verbieten. Doch warum? Auf Anfrage von Merkurist hieß es aus der Pressestelle der Stadt Wiesbaden, dass es rechtlich keine Möglichkeiten gebe, ein komplettes Verbot herbeizuführen. Auch könne man nicht sagen, wie viele Leute sich bei der Stadt gemeldet und ein Feuerwerksverbot gefordert hätten. Eine offzielle Zahl liege hier nicht vor. Eine Petition - wie in Mainz - für ein Verbot habe es in Wiesbaden nicht gegeben.

Was aber plant die Stadtverwaltung nun für den Jahreswechsel 2023/2024? Wird ein Verbot von privatem Feuerwerk kommen? „Stand heute gibt es keine Pläne dafür“, so ein Sprecher. Sollte sich dies ändern, werde man darüber jedoch informieren.

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