Brückenchaos und Radwege: Diese Geschichten aus dem Verkehr bewegten Wiesbaden 2019

Auch im Jahr 2019 war der Straßenverkehr in Dauerthema in Wiesbaden. Wir blicken zurück auf kaputte Brücken und schlaue Ampeln.

Brückenchaos und Radwege: Diese Geschichten aus dem Verkehr bewegten Wiesbaden 2019

Wiesbaden blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2019 zurück. Wie schon in den Jahren zuvor sorgte besonders der Straßenverkehr für reichlich Gesprächsstoff. Während einige Änderungen positiv aufgenommen wurden, sorgten ein paar ungeplante Sperrungen für großen Ärger, wie Teil 2 unseres Jahresrückblicks zeigt.

Salzbachtalbrücke

Schon um kurz nach 6 Uhr morgens des 22. Januars war der Stadtverkehr in Wiesbaden fast vollständig zum Erliegen gekommen. Auf der Autobahn staute sich der Verkehr von Frauenstein bis zur Mainzer Straße und auch die großen Zufahrtsstraßen wie die Äppelallee und die Schiersteiner Straße waren verstopft. Schuld an dem Chaos war ein Konstruktionsfehler an der Baustelle auf der Salzbachtalbrücke entlang der A66. Bei den Arbeiten an der Brücker hatten Arbeiter einen wichtigen Stahlträger angebohrt, sodass die Tragfähigkeit der Brücke eingeschränkt war. Zur Sicherheit sperrte Hessen Mobil eine Fahrbahn und verhängte ein ein Fahrverbot für Lkws. Die Folge waren kilometerlange Staus auf der Brücke, sowie durch den Ausweichverkehr verstopfte Nebenstraßen. Erst im November konnten die Wiesbadener Autofahrer aufatmen, als nach mehreren Terminverschiebungen der dritte Fahrstreifen wieder freigegeben wurde.

Sauberes Wiesbaden

Im Februar atmeten viele Wiesbadener erleichtert auf: Trotz der zu hohen Abgaswerte lehnte das Amtsgericht die Klage des Umwelthilfe ab, über Wiesbaden ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge zu verhängen. Das Gericht war davon überzeugt, dass die Pläne von Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Grüne) Wiesbaden sauberer machen.

Um den Autoverkehr aus der Innenstadt rauszuhalten, begann Wiesbaden als erste Stadt in Deutschland im Herbst mit der Installation einer digitalen Ampelsteuerung, welche die Autos auf leere Straßen lenken soll. Und auch der erste Ring soll weniger attraktiv werden, hier präsentierte das Verkehrsdezernat die ersten Abschnitte der neun Umweltspur, die nur von Fahrrädern und Bussen genutzt werden darf. Die Wiesbadener scheinen sich aber nur langsam an die Neuerungen zu gewöhnen — Sowohl nach der Installation der Ampeln, als auch nach Einführung der Umweltspur, kam es zu langen Staus in der ganzen Stadt. (js)

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