Hunde, Schweine und Co: So tierisch war das Jahr 2019 in Wiesbaden

Neben der großen Politik bewegten auch einige Tiergeschichten Wiesbaden in diesem Jahr. Wir blicken zurück auf verwirrte Wildschweine und Hunde in Not.

Hunde, Schweine und Co: So tierisch war das Jahr 2019 in Wiesbaden

Ein Bürgermeister-Rücktritt, eine Neuwahl, ein bewegender Mordprozess und der tägliche Wahnsinn auf den Straßen: Das Jahr 2019 bot viele Themen, die die Wiesbadener bewegt haben. Aber auch aus der Tierwelt gab es einige kuriose, aber auch traurige Geschichten aus der Landeshauptstadt. In Teil 1 unserer Serie blicken wir auf die tierischen Ereignisse 2019 zurück.

Wildschweine

Seit einigen Jahren tauchen immer öfter Wildschweine in Wiesbadens Straßen auf. Besonders in Stadtteilen, die nach an den Taunuswäldern liegen, ist der tierische Besuch häufig anzutreffen. Besonders in Sonnenberg werden sie zum Problem, wo sie auf der Suche nach Nahrung regelmäßig die Vorgärten und den Friedhof verwüsten. Im Oktober verirrte sich eine Gruppe von rund 20 Schweinen aber auch in die Innenstadt. Die Polizei musste die Tiere aus dem Kurpark jagen.

Viel Ärger machte eine Gruppe Wildschweine auch den Besuchern des Nikolausexpress. Die Fahrt des traditionellen Weihnachtszugs fand ein frühes Ende, als die Lok wegen der Tiere auf den Gleisen scharf bremsen musste. Dass die Wildschweine aber auch die Herzen der Wiesbadener gewinnen können, zeigte ein Vorfall aus dem März. Ein Sonnenberger hatte in der Nähe seines Hauses plötzlich ein Quieken gehört. An einem Zaun entdeckte er vier Frischlinge, welche sich verklemmt hatten und verzweifelt nach ihrer Mutter riefen. Dank der Feuerwehr konnte die Wildschweinfamilie dann wieder zusammengeführt werden.

Aiko

Für die Auringerin Martina Stahl brach im September die Welt zusammen. Wie jeden Tag war die MS-kranke Auringerin mit ihrem Therapiehund „Aiko“ spazieren. Als sich der Collie plötzlich von seinem Frauchen gelöst hatte, habe ihr Nachbar vor dem Hund gestochen und ihn mit mehreren Messerstichen getötet. Zuvor habe es wiederholt Streit zwischen beiden gegeben. Die Tat sorgte nicht nur bei Aikos ehemaliger Besitzerin für Entsetzen, aus ganz Wiesbaden und darüber hinaus gab es eine große Anteilnahme. Unter die Trauer mischte sich aber auch viel Wut in der Bevölkerung gegen den mutmaßlichen Täter, der im Netz vielen Beschimpfungen und Drohungen ausgesetzt war.

Balou

Ähnlich große Wellen schlug die Geschichte des Schäferhundmischlings Balou aus dem Wiesbadener Tierheim. Nach mehreren Bandscheibenvorfällen drohte Balou eingeschläfert zu werden. Die Geschichte berührte tausende Wiesbadener, sodass genügend Geld für die dringende Operation und die anschließende Physiotherapie gesammelt wurde. Zwar hat Balou die OP gut überstanden, ein neues Zuhause wird für ihn aber noch dringend gesucht. Wegen seiner Krankheit braucht der Schäferhund ein ebenerdiges Zuhause mit Garten, außerdem sollten in dem Haushalt keine anderen Tiere oder kleine Kinder wohnen. (js)

Logo