Sintersteine vom Kochbrunnen kostenlos abzugeben

Mineralablagerungen werden entfernt

Sintersteine vom Kochbrunnen kostenlos abzugeben

Am Kochbrunnen steht wieder die jährliche Reinigung an. Vom 11. bis 12. Juni sind Arbeiter auf dem Kranzplatz und befreien die Stahloberfläche des heißen Brunnens von Mineralablagerungen. Diese können sich die Wiesbadener kostenlos abholen und mitnehmen.

Das rund 66 Grad heiße Wasser des Brunnens ist mit vielen Mineralien angereichert. Beim Abkühlen an der Luft lagern sie ab und werden fest. Die sogenannten „Sintersteine“, die dadurch entstehen, kannten schon die Römer. Sie nutzten sie für die Herstellung von Farben. Besonders beliebt waren sie dabei für Frauen, die ein Haarfärbemittel daraus machten. Bis heute ist der Sinter bei Künstlern beliebt, die die natürlichen Pigmente zum Malen, oder größere Gesteinsbrocken für Bildhauerei benutzen.

Die jährliche Reinigung des Brunnens ist laut dem zuständigen Bäderbetrieb mattiaqua deshalb notwendig, weil die Sinterschicht im Laufe eines Jahres um mehrere Zentimeter wächst. Wird sie nicht entfernt, droht der gesamte Brunnen einzustürzen. Nach der Reinigung wird für einige Wochen die eigentliche Oberfläche des Brunnens aus Metall zu sehen sein - so lange, bis sich neuer Sinter ansetzt.

Die Arbeiten am Kochbrunnen sollten eigentlich schon Ende Mai stattfinden, mussten jedoch auf Juni verschoben werden. Die Arbeiter legen bei der Reinigung die Sinterbrocken vor Ort zur Seite, Interessierte können sich kostenlos daran bedienen. (ms)

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