Dieser Mann macht Kunst aus Euren Augen

Robert Flachenäcker fotografiert leidenschaftlich gern Iriden - den farblichen Kreis im Innern des Auges. Wiesbadener können ihre Iris seit zwei Wochen fotografieren lassen und sich das Foto auf Shirts, Magnete oder Tassen drucken lassen.

Dieser Mann macht Kunst aus Euren Augen

Schon als Robert Flachenäcker 17 Jahre alt war, hat er den Klang von Kameras und die Kunst der Fotografie geliebt. Damals mussten vor allem Landschaften herhalten. Heute, 33 Jahre später, hat er eine neue Leidenschaft für sich entdeckt. Seit rund einem Jahr beschäftigt er sich mit der Fotografie von Iriden - also dem farbigen Kreis im Auge.

Seitdem er zum ersten Mal ein Iris-Foto gesehen hat, verbringt der Familienvater jede freie Minute damit, eine Technik auszutüfteln, die das Beste aus dem Auge herausholt. Vor rund zwei Wochen ist er damit auf den Markt gegangen. Wiesbadener können jetzt ein Foto von ihrer Iris machen lassen und es im Großformat ausdrucken oder auf T-Shirts und Mousepads drucken lassen.

„Erst wenn man genau hinguckt, erkennt man das wirklich Schöne.“ - Robert Flachenäcker

„Durch die Iris-Fotografie sehe ich nur noch Augen“, erzählt Robert Flachenäcker lachend. „Man läuft auf der Straße und denkt: ‘Tolle Iris, wann kommt die zu mir?’“ Den 50-Jährigen fasziniert vor allem, dass es die eigene Iris kein zweites Mal auf der Welt gibt. „Nicht einmal die eigenen Augen haben die gleiche Iris.“ Bei seinen Fotos legt er Wert darauf, in der Nachbearbeitung das herauszuholen, was man auf den ersten Blick nicht sieht. „Erst wenn man genau hinguckt, erkennt man das wirklich Schöne“, erzählt er.

Die Resonanz sei bisher noch besser als erwartet. „Die meisten Menschen sind genauso fasziniert wie ich und wollen ihr Foto verschenken.“ Weil es die eigene Iris nur einmal gibt, sei das ein besonders persönliches Geschenk. In seinem Shop kann man sich Abzüge bestellen, oder seine Iris auf ein T-Shirt, Mousepad oder auf Tassen drucken lassen. Einen Abzug in der Größe 30 mal 30 gibt es gleich auf die Hand. Wer sein Foto digital haben möchte, kann es über einen eigenen Link downloaden. Abzug und Download kosten dann 39 Euro.

Einen Haken gibt es jedoch: „Sehr dunkle Augen spiegeln so sehr, dass sie sich schwer fotografieren lassen“, erzählt Flachenäcker. Bei Jeff Courteau, der im gleichen Gebäude arbeitet, hat es beispielsweise nicht funktioniert. „Ich hätte mein Bild gerne aufgehängt oder als Profilbild genommen“, erzählt er. Um das möglich zu machen, will Robert Flachenäcker weiter an seiner Technik feilen.

„Ich fühle mich wie mit 17.“ - Robert Flachenäcker

Zurzeit müssen sich Interessierte auf Tuchfühlung einstellen. Um die Iris scharf fotografieren zu können, muss Robert Flachenäcker nah an den Fotografierten ranrücken. Erst vor kurzem hat er sich deshalb einen passenden Tisch und eine Kinnstütze bestellt, um den Prozess angenehmer zu gestalten. „Es gibt einfach kein Standardequipment für Iris-Fotografie“, erzählt er. Auch Iris-Fotografen aus anderen Ländern oder Großstädten wie Berlin würden ihm nicht weiterhelfen. „Deshalb tüftle ich selbst weiterhin an Ausstattung und Technik.“ Daran habe er besonders viel Spaß. „Ich fühle mich wie damals mit 17“, sagt er lachend.

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