Warum ein Sofa aus Gras auf dem Mauritiusplatz steht

Zuerst war es eine Art Fundament, das auf dem Mauritiusplatz aufgebaut wurde. Später folgten Strohballen, schließlich wurden diese mit einem Rasenteppich bedeckt. Nun steht dort ein großes, grünes Sofa. Aber warum?

Warum ein Sofa aus Gras auf dem Mauritiusplatz steht

Schon während der diesjährigen Biennale war mitten auf dem Mauritiusplatz ein Absperrzaun aufgebaut. Dahinter war ein hölzernes Fundament zu sehen. Nach und nach wurden dort Strohballen abgeladen, die zu einer seltsamen Skulptur anwuchsen. Doch mit dem Kunstfestival hat die Installation nichts zu tun.

Mittlerweile sind die Strohballen mit einem Rasenteppich überzogen und eine vertraute Form ist erkennbar geworden. Mitten auf dem Mauritiusplatz steht nun ein großes Sofa. Noch ist es von einem Bauzaun abgesperrt, einen Hinweis auf den Sinn und Zweck dieser Skulptur gibt es nicht.

Zum Nachdenken anregen

Dahinter steckt der Hessische Tag der Nachhaltigkeit, der am Donnerstag, den 6. September, ab 10 Uhr auf dem Mauritiusplatz stattfindet. Bereits zum fünften Mal wird dieser Tag gefeiert, in ganz Hessen gibt’s Aktionen dazu. Die Organisatoren beschäftigt in diesem Jahr die Frage, wie wir in Zukunft leben wollen. Die Besucher sollen in diesen Frage- und Denkprozess miteinbezogen werden. Dazu kommt auch die Hessische Umweltministerin Priska Hinz auf den Mauritiusplatz.

So präsentieren etwa die Teilnehmer des Wettbewerbs „So wollen wir leben“ ihre Projekte an einem Stand. Anderswo können Besucher schätzen, wie viel Co2 bei bestimmten Prozessen ausgestoßen wird und sich von verschiedenen hessischen Rezepten inspirieren lassen. Kinder können sich unter anderem an einer Malstraße beschäftigen. Das komplette Programm zum Tag der Nachhaltigkeit gibt es online.

Beliebtes Selfie-Motiv

Das grasgrüne Sofa stellt dabei keinen besonderen Teil einer Aktion dar. Vielmehr sollen die Besucher eine Möglichkeit erhalten, ein „nachhaltiges“ Erinnerungsfoto auf dem Sofa zu schießen - es ist immerhin zu 100 Prozent recycelbar. Auf dem Mauritiusplatz soll das große Möbelstück außerdem dazu anregen, sich hinzusetzen und Ideen zur Nachhaltigkeit sprießen zu lassen.

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