Zukunft des Görtz-Outlets in Wiesbaden steht fest

Wegen der Insolvenz des Schuhhändlers Görtz müssen deutschlandweit Filialen schließen. Wird nun auch das Outlet in Wiesbaden betroffen sein? Wir haben nachgefragt.

Zukunft des Görtz-Outlets in Wiesbaden steht fest

Bereits im September hatte Görtz die Insolvenz seines Unternehmens bekanntgegeben, dann kam Anfang Dezember die erschreckende Nachricht für die insgesamt 1800 Mitarbeiter: Etliche der 160 Filialen in Deutschland und Österreich müssen schließen.

Während der Görtz-Store in der Langgasse bereits seit fast sieben Jahren geschlossen hat, soll das Outlet in der Mainzer Straße jedoch weiter bestehen bleiben. Das teilt ein Pressesprecher aus der Hamburger Görtz-Zentrale auf Merkurist-Anfrage mit.

Standorte werden auf Wirtschaftlichkeit hin überprüft

Seit einigen Monaten, so der Pressesprecher, befinde sich das Unternehmen in einem gerichtlichen Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung. „So soll das Unternehmen wieder robust und zukunftssicher aufgestellt werden“, so der Sprecher. Man setze „alles daran, so viele Filialen wie möglich zu halten“.

Daher prüfe man jetzt jeden Standort auf seine Wirtschaftlichkeit hin und führe Gespräche mit den Vermietern. So soll etwa eine Mietminderung erreicht werden. Einige Mietverträge mussten jedoch bereits gekündigt werden. So steht etwa bereits fest, dass die Filiale in der Mainzer Altstadt schließen wird (wir berichteten).

„Das ist eine schwere Entscheidung, aber zu der Schließung unprofitabler Stores und der Verschlankung der Strukturen gibt es keine Alternative, ohne die Sanierungschancen von Görtz zu gefährden“, teilt der Sprecher mit.

Bis einschließlich November hatten die Mitarbeitenden Gehalt von der Bundesagentur für Arbeit bekommen. Ab Dezember, so war der Plan, wollte Görtz die Löhne und Gehälter wieder aus eigenen Mitteln zahlen. Nun erwartet zahlreiche Angestellte die Kündigung.

Wie viele Filialen das Unternehmen insgesamt schließen werde, könne jedoch noch nicht sicher gesagt werden. Einige Gespräche und Verhandlungen mit Vermietern dauerten noch an. „Auch aus diesem Grund kann daher keine endgültige Zahl benannt werden, da noch vieles im Fluss ist.“

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