Verwirrung um Pizzeria Buongiorno

Laut einem Immobilienportal steht die Pizzeria „Buongiorno“ im Wiesbadener Westend zur Vermietung. Die zuständige Immobilienfirma will davon aber nichts wissen. Was sagt der Inhaber zu dem Inserat?

Verwirrung um Pizzeria Buongiorno

Im vergangenen Jahr eröffnete in der Groebenstraße im Wiesbadener Westend die Pizzeria „Buongiorno“. In den Räumlichkeiten der ehemaligen „Reizbar“ serviert Inhaber Hüseyin Sönmez traditionelle Pizzen aus dem Steinofen gepaart mit wechselnden Pasta-Variationen und einer großen Getränkeauswahl. Das Restaurant ist beliebt bei den Wiesbadenern.

Umso größer war die Verwunderung bei Merkurist-Leserin Uta, als sie die Räumlichkeiten der Pizzeria vor kurzem in einem Immobilienportal entdeckte — zur Miete.

Bei einem Blick in das Inserat wird schnell deutlich: Hierbei handelt es sich offenbar wirklich um die Pizzeria „Buongiorno“. Der Name selbst wird zwar nicht erwähnt, Größe, Fotos und Adresse lassen aber darauf schließen.

Für 2450 Euro monatlich ist das Objekt zu haben. Rund 200 Quadratmeter groß ist das Restaurant, bietet Platz für eine Außenbewirtung und kommt inklusive Lagerflächen. Die voll ausgestattete Küche mit Kühlschrank und Holzkohleofen wird ebenfalls erwähnt. Für sie soll ein Abschlag an den aktuellen Pächter bezahlt werden. Wird es die Pizzeria also schon bald nicht mehr geben?

Was passiert mit der Pizzeria?

„Der Laden läuft gut.“ - Inhaber Hüseyin Sönmez

„Nein“, sagt Inhaber Sönmez. Er könne sich nicht erklären, warum die Anzeige existiere. „Ich weiß nicht, wer die Anzeige eingestellt hat, wir waren es jedenfalls nicht“, sagt er. Auch habe man nicht vor, das Lokal zu schließen. „Der Laden läuft gut“, sagt Sönmez und verspricht: „Wir werden noch viele Jahre da bleiben.“

Auch die zuständige Immobilienfirma, die die Anzeige über das offizielle Profil des Unternehmens online gestellt hat, zeigt sich auf Nachfrage von Merkurist überrascht. „Wir wissen nichts davon, dass wir eine Pizzeria in Wiesbaden vermieten“, erklärt eine Mitarbeiterin am Telefon. Weiter heißt es, dass eine Vorgesetzte die Anzeige überprüfen wolle.

Warum das Inserat über das Firmenprofil läuft und wie die Anzeige letztendlich online gegangen ist, dazu konnte die Mitarbeiterin keine Angaben machen. Rund eine Woche nach der Merkurist-Anfrage ist die Anzeige noch immer online.

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