Neue Preise statt kostenlosem Parken im RMCC-Parkhaus

Um mehr Kunden in die Innenstadt zu locken, senkt das Parkhaus im RMCC seine Preise. Davon profitieren vor allem Autofahrer, die ihren Wagen für mehrere Stunden abstellen.

Neue Preise statt kostenlosem Parken im RMCC-Parkhaus

Weil die Wiesbadener Fußgängerzone während des Höhepunktes der Corona-Krise zur Geisterstadt wurde, soll die City jetzt wieder belebt werden. Eine Idee, die kaufwillige Kunden in die Läden rund um die Kirch- und Langgasse locken sollte, erfreute zu Beginn des Monats vor allem die Autofahrer: Kostenloses Parken in der Tiefgarage des RheinMain CongressCenters (RMCC) war angedacht (wir berichteten).

Neue Tarife

Ganz umgesetzt werden konnte dieser spezielle Parktarif bisher jedoch nicht. Dennoch: Der Parkhausbetreiber „Contipark“ passt ab Dienstag, 15. Juni, seine Preise für Besucher der Innenstadt an. Wie das Unternehmen mitteilt, gelten die neuen Tarife für alle rund 800 Stellplätze im Haus.

Bisher zahlten Kunden einen Euro für 30 Minuten. Nach den neuen Preisen kosten 60 Minuten 1,50 Euro. Der Tageshöchstsatz liegt nach der neuen Preistabelle bei 4,50 Euro für bis zu 24 Stunden Parkdauer. Zuvor lag der Satz bei 10 Euro. Der Abend- und Nachtzuschlag von 6 Euro zwischen 18 und 6 Uhr entfällt.

Für Inhaber der Kundenkarte P-Card, die in mehreren Parkhäusern des Unternehmens gilt, sind die Preise noch einmal reduziert. Mit der Karte kostet der Stellplatz im RMCC ein Euro pro Stunde, der Tageshöchstsatz liegt bei 3 Euro.

Mehr Kunden anlocken

Bürgermeister Oliver Franz (CDU) freut sich über die neuen Preise. „Das ein oder andere Parkhaus in der Stadt war zuletzt schon zu teuer“, sagt er. Denn die rund 49 Prozent aller Wiesbadener, die laut einer Studie der TU-Darmstadt mit dem Auto zum Shoppen in die Innenstadt kommen, zahlen beispielsweise im Parkhaus am Kurhaus oder im Coulinparkhaus durchschnittlich sechs Euro für zwei Stunden Parkzeit. „Das kann Besucher der City durchaus abschrecken. Zudem sind viele Parkplätze aufgrund von verkehrspolitischen Entscheidungen der letzten Zeit weggefallen. Geringere Parkgebühren bringen mehr Publikumsverkehr in die Stadt und in die Fußgängerzone und das nicht nur in den Zeiten von Corona, sondern auch danach“, hofft der Bürgermeister auf eine Belebung der Innenstadt. (rk)

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