17 Betonblöcke gegen Terror aufgestellt

Weitere Blöcke sollen folgen

17 Betonblöcke gegen Terror aufgestellt

17 Betonblöcke stehen seit Donnerstag in der Wiesbadener Innenstadt. Sie sollen in Zukunft Amokfahrten in Menschenmengen verhindern.

Bürgermeister Oliver Franz (CDU) und Polizeipräsident Stefan Müller hatten diesen Schritt bereits bei der Vorstellung des Konzepts „Gemeinsam Sicheres Wiesbaden“ angekündigt. Mit mehreren Betonblöcken pro Einfahrt in die Fußgängerzone soll nun verhindert werden, dass Fahrzeuge hohe Geschwindigkeiten aufnehmen und in Menschenansammlungen fahren können.

Die Zufahrtssperren sind derzeit an den Ecken Rheinstraße/Kirchgasse, Langgasse/Webergasse Friedrichstraße/Rheinstraße und Schlossplatz/Mühlgasse zu finden. Franz spricht in diesem Zuge von wortwörtlichen „Bausteinen für mehr Sicherheit in der Innenstadt.“

Konzept wird erarbeitet

Die Blöcke sollen dort zwar auf unbestimmte Zeit, aber nicht für immer stehen: Geplant ist, die Zufahrten in Zukunft mit 19 versenkbaren Pollern zu regeln. Diese könnten dann etwa durch eine automatische Nummernschilderkennung den Weg für Lieferanten, Taxis und Co freizugeben. Die Planungen dafür seien aber aufwendig, so Franz, da sie tief in die Erde versenkt werden müssen und dabei auch der Fluss von Thermalwasser zu beachten sei.

„Die Anschaffung weiterer Betonblöcke ist geplant, damit wir Veranstaltungen schützen können.“ - Oliver Franz

Bis ein Anbieter für die Poller gefunden ist und diese installiert sind, werden sich die Wiesbadener wohl oder übel an den Anblick der Betonklötze gewöhnen müssen. Es bleibt aber auch nicht bei den jetzt aufgestellten 17 Blöcken: Dem Ordnungsamt stehen aktuell 35 weitere Betonblöcke zur Verfügung. „Die Anschaffung weiterer Blöcke ist geplant, damit wir auch in Zukunft die Veranstaltungen im Stadtgebiet angemessen schützen können“, so Franz.

Die jetzigen Sperren können von Anliegern, Feuerwehr und Rettungskräften noch umfahren werden - allerdings nicht in hohem Tempo. „Dies wurde mit Testfahrten im Vorfeld geprüft“, erklärt der Bürgermeister. Um illegales Befahren der Fußgängerzone zukünftig ganz zu verhindern und die Besucher gegen Amokfahrten zu schützen, hatten die Gefahrenabwehr- und Polizeibehörden unter der Federführung des Ordnungsamtes bereits im vergangenen Jahr ein Sperrkonzept erstellt. Dieses Konzept sieht verschiedene Arten und Dimensionen von versenkbaren und/oder stationären Zufahrtsperren vor. Derzeit befindet sich das Projekt in der Bearbeitung beim Verkehrsdezernat.

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