In Biebrich werden bald bis zu 2640 Tonnen Gefahrstoffe gelagert

Auf Werksgelände

In Biebrich werden bald bis zu 2640 Tonnen Gefahrstoffe gelagert

Bis zu 2640 Tonnen entzündbare und giftige Stoffe sollen bald im Industriepark Kalle-Albert gelagert werden. Das Regierungspräsidium Darmstadt genehmigte der InfraServ GmbH & Co. Wiesbaden KG, das Lager im Norden des Industrieparks zu errichten.

Das neue Lager wird zusätzlich zu dem bereits bestehenden betrieben. Gefährliche Stoffe sollen dann in beweglichen Behältern mit einer Größe von jeweils bis zu einer Tonne gelagert werden. Außerdem sollen dort Aerosol-Packungen gelagert werden. Dabei handelt es sich um ein Gemisch aus Gasen und flüssigen oder festen Schwebepartikeln.

Eine Beeinträchtigung der Umwelt sieht das Regierungspräsidium durch das Gefahrstofflager nicht. Es seien keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen zu erwarten, heißt es dazu aus Darmstadt. „Von dem Lager werden keine Emissionen ausgehen, da nur verschlossene Gebinde ein- und ausgelagert werden.“ Auch im Falle eines Lecks sei nicht mit Auswirkungen über die Grenzen des Werksgeländes hinaus zu rechnen.

Zu den Themen Arbeitsschutz, Anlagensicherheit, Brandschutz, Baurecht und dem Umgang mit wassergefährdenden Stoffen wurden Fachdezernate des Präsidiums und der Stadt Wiesbaden hinzugezogen. Laut Regierungspräsidium fielen die Prüfungen aller Dezernate positiv aus.

Hintergrund:

Schon im Oktober 2018 hatte InfraServ den Antrag beim Regierungspräsidium eingereicht. Das Präsidium führte daraufhin das Genehmigungsverfahren durch und befragte die Öffentlichkeit. Unter anderem die Frage, ob die Lage des neuen Gefahrstofflagers im Anflugbereich des Flughafens Erbenheim ein Problem sein könnte, diskutierte das Regierungspräsidium im Juni 2019 öffentlich. Schon im Juli ließ das Präsidium den Bau dann zu, sodass bereits mit den Arbeiten begonnen werden konnte. (js)

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