Neue Corona-Beschlüsse zu Kindertagespflege und Quarantäne

Die hessische Landesregierung hat weitere Lockerungen beschlossen

Neue Corona-Beschlüsse zu Kindertagespflege und Quarantäne

Die hessische Landesregierung hat am Montagabend weitere Lockerungen in der Corona-Krise beschlossen. Ab dem 25. Mai dürfen Kinder unter drei Jahren wieder ihre Kindertagespflege besuchen. Außerdem gibt es neue Regelungen bei den Quarantäne-Bestimmungen für Ein- und Rückreisende nach Hessen. Das geht aus einer Mitteilung des Hessischen Ministerium für Soziales und Integration hervor.

Neuerungen in der Kinderbetreuung

Zusätzlich zur Öffnung der Kindertagespflege gibt es auch eine Härtefallregelung. Diese soll Eltern helfen, für die es im Alltag besonders schwer ist, ohne Kindertagesbetreuung auskommen zu müssen. „Wir helfen damit den Familien und Kindern, bei denen die Betreuung zu Hause nur sehr eingeschränkt funktionieren kann“, so Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne). Darüber hinaus dürfen Kinder mit Behinderung ab dem 25. Mai in die Notbetreuung. Die hessischen Kindertagesstätten öffnen am 2. Juni mit eingeschränkter Regelbetreuung (wir berichteten).

Lockerungen bei den Quarantäne-Bestimmungen

Reisende aus einem EU-Mitgliedsstaat, einem Schengen-assoziierten Staat oder Großbritannien sowie Nordirland müssen sich in Zukunft nicht mehr in Quarantäne begeben, wenn sie nach Hessen kommen. „Allerdings gilt: Wer aus einer Region einreist, in der die Neuinfizierten-Zahl mehr als 50 Fälle pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage aufweist, muss sich in Quarantäne begeben“, so Klose weiter. Solche Länder werden im Lagebericht der Bundesregierung ausgewiesen und vom Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlicht. Ansonsten gilt die Pflicht, sich in Quarantäne zu begeben, nur noch für Reisende aus Drittstaaten – zunächst bis zum 15. Juni. Nur wenn der Ein- oder Rückreisende nachweisen kann, dass er nicht mit Covid-19 infiziert ist oder das RKI eine solche Maßnahme als nicht notwendig erachtet, muss er nicht in Quarantäne.

Weitere Entscheidungen

Das Kabinett hat am Montag noch weitere Entscheidungen getroffen. So dürfen heilpädagogische Frühförderstellen mit Einzelangeboten ab dem 25. Mai wieder öffnen. Künftig besteht eine Meldepflicht an das jeweils zuständige Gesundheitsamt für Betriebe, die mehrere Saisonarbeitskräfte in Gemeinschaftsunterkünften unterbringen. (rk)

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